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Bachmematte soll überbaut werden

Noch diesen Frühling soll die Bachmematte in Heimberg überbaut werden. Das Bewilligungsverfahren läuft.

Die geplante Überbauung am Bachmatte in Heimberg. Die Grafik zeigt den Blick von der Blümlisaplstrasse auf die neuen
Die geplante Überbauung am Bachmatte in Heimberg. Die Grafik zeigt den Blick von der Blümlisaplstrasse auf die neuen
zvg

Ist die Bachmematte – oder wenigstens der eingezonte Teil der Wiese zwischen Blümlisalpstrasse und Niesenstrasse in Heimberg – dereinst überbaut, sind alle Lücken im Siedlungsgebiet südlich der Gurnigelstrasse geschlossen. «Die Überbauung soll einen Übergang von den Gewerbe- und Shoppingbauten an der Blümlisalp- und Gurnigelstrasse hin zu den Wohnhäusern um die Niesenstrasse bilden», erklärt Architekt Daniel Messerli vom Berner Büro Gauer Itten Messerli.

Geschäfte, 35 Wohnungen

Geplant sind auf etwas mehr als der Hälfte der gesamten Bachmematte vier Gebäude. «Im Erdgeschoss ist gegen die Blümlisalpstrasse hin ein ‹Riegel› mit Läden lokaler Gewerbler vorgesehen», sagt Architekt Messerli. Mindestens ein konkreter Interessent hat sich schon gemeldet; die Raiffeisenbank Uetendorf Thun erwägt, ihre Geschäftsstelle in Heimberg von der Bernstrasse an die Blümlisalpstrasse zu verlegen.

Auf der restlichen Fläche der vier Gebäude, die je drei Stockwerke und eine Attika-Etage umfassen, sind insgesamt 35 Wohnungen geplant; laut Messerli alle zur Miete. Für die Gewerbebetriebe gibt es überirdische Kundenparkplätze, welche über die heutige Zufahrt zum Wohncenter erschlossen werden. Eine weitere Zufahrt führt die Hausbewohner und Mitarbeiter in eine Tiefgarage.

Messerli rechnet damit, dass das Projekt, welches im Auftrag der Baugesellschaft Bachmematte gebaut wird, 20,5 Millionen Franken kosten wird. An der Baugesellschaft ist unter anderem die Pro Heimberg Bau AG, welche im Besitz von örtlichen Gewerbetreibenden ist, beteiligt. Die Gemeinde Heimberg hat mit der Gesellschaft einen Baurechtsvertrag abgeschlossen.

Wohnhaus muss weg

Für die Überbauung Bachmematte muss das Wohnhaus, das heute noch gegenüber dem Coop Megastore steht, weichen. Die Gemeinde, welcher das Haus gehört, hat deshalb an der letzten Gemeindeversammlung im Dezember beschlossen, an der Brenzikofenstrasse ein Wohnhaus als Ersatz zu kaufen.

Die Baugesellschaft will nach Abschluss des Bewilligungsverfahrens rasch mit dem Bau starten. «Wenn wir im Sommer 2010 loslegen können, sollten die ersten Wohnungen Ende 2011 bezugsbereit sein.»

Lange Vorgeschichte

Der Überbauung, welche kürzlich im Thuner Amtsanzeiger publiziert wurde, ist eine lange und harzige Vorgeschichte vorausgegangen. Im Sommer 2007 sagte die Gemeindeversammlung von Heimberg Nein zum Verkauf des Baulandes an die Gewerbler; gleichzeitig wollten die Bürger die eine Hälfte der Bachmematte in eine Grünzone umwandeln (wir haben berichtet). Dies wiederum brachte die laufende Revision der Ortsplanung ins Stocken und zog Beschwerden und Gegenbeschwerden nach sich – bis der Regierungsrat des Kantons Bern entschied, dass das Geschäft noch einmal vors Volk muss. Im Dezember 2007 hiess die Versammlung schliesslich eine Abgabe von Bauland im Baurecht an die Baugesellschaft gut, hielt aber an der Grünzone fest.

Deshalb hat der Gemeinderat von Heimberg jüngst bekannt gegeben, dass er «gemäss seinen Legislaturzielen für diese Grünfläche einen Begegnungsraum, eine Verweiloase für alle Altersgruppen plant». Wie diese konkret ausgestaltet werden soll, ist derzeit allerdings noch offen. Die beiden an der Überbauung Bachmematte beteiligten Architekturbüros, Gauer Itten Messerli und HMS sind jedoch laut Daniel Messerli von der Gemeinde angefragt worden, Lösungsvorschläge für die Ausgestaltung der Verweiloase auszuarbeiten.

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