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Asylbewerber verlassen den Tschorren

Ab dem kommenden Oktober beherbergt die Militärunterkunft Tschorren auf dem Hasliberg keine Asylbewerber mehr. Die Gemeinde atmet auf.

Hier werden ab Oktober keine Asylbewerber mehr untergebracht sein.
Hier werden ab Oktober keine Asylbewerber mehr untergebracht sein.
Bruno Petroni

«Es ist richtig, dass die Unterkunft Tschorren nach Ende September, anfangs Oktober geschlossen wird», bestätigt Michael Glauser, Mediensprecher des Bundesamtes für Migration (BFM), gegenüber dieser Zeitung. Seit vergangenem April leben dort jeweils zwischen 100 bis 120 Personen, die auf den Bescheid warten, ob sie in der Schweiz bleiben dürfen und als Asylanten anerkannt werden, oder in ihre Herkunftsländer zurück müssen.

Dass die Militärunterkunft in Hasliberg nur bis Ende Spetember, Anfang Oktober, als Bundeszentrum für Asylbewerber dient, war von Beginn an so vorgesehen. Die Anlage liegt abseits und ist nur über eine schmale Strasse erreichbar, die nicht wintersicher ist. Welche Unterkunft für den Tschorren in die Bresche springt, ist laut Michael Glauser noch offen. Im Gespräch sind die Bündner Gemeinden Medel und Sufers. Die Asylsuchenden, die Ende September noch auf dem Tschorren sind, werden auf andere Bundeszentren verteilt.

Sicherheit verstärkt

Menk Blatter, Gemeindeschreiber von Hasliberg sagt: «Wir machen sicher kein Fest, wenn die Asylbewerber unsere Gemeinde verlassen haben, atmen aber schon etwas auf.» Ende Mai musste die Polizei auf dem Tschorren für Ordnung sorgen und konnte eine Eskalation verhindern. Zudem war es seit der Inbetriebnahme des Asylbewerberzentrums in der Gemeinde vermehrt zu Einbrüchen gekommen. Ob diese aber von Personen verübt wurden, die auf dem Tschorren «zu Gast» waren, konnte nicht geklärt werden.

Die Sicherheitsmassnahmen wurden allerdings umgehend verstärkt. «Das hat sich offensichtlich bewährt. Seither kam es zu keinen Zwischenfällen, auf jeden Fall ist uns nichts bekannt», sagt Menk Blatter. In jedem Postauto würden nun Securitas-Leute mitfahren. Mehrere Kollegen von ihnen seien auch stets beim Bahnhof Brünig am patroullieren.

Die Gemeinde Hasliberg geht davon aus, dass es sich bei der Umnutzung der Militäranalge um eine einmalige Situation handelte. «Uns ist nichts bekannt, dass der Tschorren im kommenden Jahr nach der Schneeschmelze wieder zur Asylunterkunft würde», erklärt Gemeindeschreiber Blatter. Das BFM bestätigte, dass der Tschorren einmalig zu einer solchen Beherbergung umfunktioniert wurde.

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