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Armee führt keine Gant mehr durch

Die Armee hat beschlossen, künftig keine Versteigerungen von altem Material und Fahrzeugen - die so genannte Gant - mehr durchzuführen. Aufwand und Ertrag stimmten nicht mehr überein.

Der Entscheid sei nach einer Analyse der letzten Versteigerungen getroffen worden, teilte das Eidgenössische Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) am Freitag mit. Die Versteigerungen fanden jeweils in Thun statt.

Der Anlass habe in den letzten Jahren durchschnittlich einen Umsatz von 2,5 Mio. Franken generiert. Das Logistik-Center Thun habe aber rund 5000 Stunden für Vorbereitung und Durchführung aufgewendet. 160 Angehörige der Logistikbrigade seien im Einsatz gestanden und das Center sei vor und während des Anlasses stark blockiert gewesen.

Das seien Ressourcen, die künftig für den Kernauftrag, die logistische Unterstützung der Truppe, eingesetzt werden müssten. Auch habe der Bestand an ausser Dienst gestelltem Material kontinuierlich abgenommen. So besitze die Armee kaum mehr Oldtimer- Fahrzeuge.

Die Armee will künftig nicht mehr benötigtes Material nur noch über die sieben Army-Liq-Shops in der Schweiz veräussern, ganze Materialsortimente an Händler verkaufen und - je nach Bestand - Fahrzeuge an Händler und private Interessenten direkt verkaufen.

7500 besuchten letzte Gant

An der letzten und 52. Gant vom 23. April 2008 in Thun nahmen 7500 Personen teil. Ein Jahr zuvor waren es 10'000 Personen gewesen, im Jahr 2006 gleich viele wie 2007. Schon im Jahr 2006 gab die Armee bekannt, sie prüfe, ob es die Gant weiterhin brauche. Dasselbe sagte sie im April dieses Jahres.

Im April wurden 441 Fahrzeuge angeboten - alle fanden neue Besitzer.

SDA/mus

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