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Am Lauberhorn hört er mit den Augen

Für Philipp Steiner ist es eine Mutprobe am Berg gewesen. Der Berner war auf der längsten Weltcupstrecke als Vorfahrer unterwegs. Der Gehörlose erzählt, wie «laut» es auf der Piste und in seinem Leben zu und her gehen kann.

Sie verstehen sich: Ruth Lehmann ist das Ohr des gehörlosen Skirennfahrers Philipp Steiner – sie übersetzt das Notwendige in die Gebärdensprache.
Sie verstehen sich: Ruth Lehmann ist das Ohr des gehörlosen Skirennfahrers Philipp Steiner – sie übersetzt das Notwendige in die Gebärdensprache.
Andreas Blatter

Philipp Steiner verliert zwar 10 Sekunden auf die Trainingsbestzeit – im Ziel in Innerwengen wird der Berner gleichwohl beachtet: Er ist gehörlos. Der Konolfinger kommt bei der Weltcupabfahrt am Lauberhorn als Vorfahrer zum Einsatz. «Ich lebe meinen Traum», sagt er mit leuchtenden Augen. So schnell wie im Haneggschuss sei er noch nie Ski gefahren. «Ich hatte bestimmt 150 Stundenkilometer drauf – das grenzt an Spinnerei.» Nach einer Verschnaufpause gesteht er: «Ich bin froh, dass ich heil angekommen bin.» Mit dem Rückstand auf die Schnellsten könne er leben. «Ich dachte, ich würde 15 bis 20 Sekunden verlieren.»

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