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Alpenresort ruft Franz Weber auf den Plan

Gegen den Bau des Wasserwendi Alpenresort und Spa sind fünf Einsprachen eingegangen. Wie der Architekt Markus Ruch erklärt, stammte keine davon von Einheimischen. Gleich mehrere gab es von Besitzern von Ferienwohnungen.

Susanna Michel
So soll das Hauptgebäude des Resorts auf dem Hasliberg eins aussehen.
So soll das Hauptgebäude des Resorts auf dem Hasliberg eins aussehen.
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«Die Architektur des Wasserwendi Alpenresort wurde in keiner Einsprache bemängelt», sagt Architekt Markus Ruch. Unter seiner Leitung hat das Vorhaben, das bisherige Ferienheim Wasserwendi zu sanieren und auszubauen sowie mit mehreren Chalets zu einem Resort zu gestalten, Form angenommen. Anfang September wurde für das Projekt, das insgesamt 41 Millionen Franken kosten wird, das Baugesuch gestellt.

Nun erklärt der Architekt aus Meiringen, dass gegen das Vorhaben fünf Einsprachen eingegangen sind. Eine davon betraf eine Stromleitung, «wir konnten eine Einigung finden, und die Einsprache wird zurückgezogen», sagt Ruch. Mehr Umtriebe geben wohl die übrigen Einsprachen. Eine stammt von der Stiftung Helvetia Nostra mit Franz Weber. «Dabei handelt es sich um ein umfangreiches Dossier, das die Einsprache mit der Zweitwohnungsinitiative begründet», erklärt der Architekt.

Das gesamte Schreiben sei allerdings wohl eine Version der Standardeinsprachen, welche die Stiftung gegenwärtig verschicke. Mit dieser dicken Post haben der Architekt und die Bauherrschaft, die Rémey-Gruppe aus Südafrika, gerechnet. Hasliberg gehört zu den Gemeinden des Kantons Bern mit dem grössten Zweitwohnungsanteil.

Umsetzung der Zweitwohnungsinitiative

Die Umsetzung der Zweitwohnungsinitiative ist denn auch der Stein des Anstosses für die übrigen Einsprachen. Das alleine erstaunt Markus Ruch nicht. Dass diese jedoch nicht von Einheimischen verfasst wurden, sondern ausgerechnet von Auswärtigen, die in der Nachbarschaft des Wasserwendis eine Ferienwohnung besitzen, stösst dem Meiringer sauer auf: «Ein Einsprecher wohnt im Kanton Zürich und hat eben eine Ferienwohnung erworben in einem Haus, mit dessen Bau gerade begonnen wurde. Da bezweifle ich doch sehr, dass ausgerechnet dieser Einsprecher gegen kalte Betten kämpfen will.» Denn das Alpenresort werde Appartements haben, die vom Hotel bewirtschaftet würden. «Diese Betten sind garantiert wärmer als diejenigen in den Ferienwohnungen der auswärtigen Einsprecher», ist Ruch überzeugt.

Nun ist es am Regierungsstatthalteramt Interlaken-Oberhasli zu entscheiden, ob die Baubewilligung erteilt wird. «Die Einsprecher haben die Möglichkeit, dies bis zum Bundesverwaltungsgericht weiterzuziehen», ist sich Ruch bewusst.

Nur Gesamtprojekt bauen

Liegt diese Bewilligung aber bereits vor, startet die Bauherrschaft umgehend mit der Vermarktung respektive dem Verkauf der Appartements. Der Um- und Ausbau des Hotels wurde bereits bewilligt. «Nur diesen Teil zu realisieren, rechnet sich aber nicht. Denn das Hotel alleine kann gar nicht rentabel sein», gibt der Architekt zu bedenken. Er ist jedoch zuversichtlich, dass im Frühling 2014 der Spatenstich des 41-Millionen-Projekts erfolgt und das Wasserwendi Alpenresort im Winter 2015 eingeweiht werden kann.

Geplant ist ein terrassenartiger Sockelbau unterhalb des Hotels und mit diesem unterirdisch verbunden. 26 Appartements sollen entstehen, die verkauft, aber ganzjährig vermietet werden. Ebenfalls im Baugesuch eingeschlossen sind die benachbarten Chalets mit je 3 4-Zimmer-Wohnungen und 2 Einfamilienchalets. Diese beiden Häuser sollen vor allem Familien und Gruppen benützen.

Es ist vorgesehen, alle Wohnungen zu verkaufen und vom Hotel zu bewirtschaften. Damit das Wasserwendi Alpenresort und Spa seinem Namen gerecht wird, ist ein Wellnessbereich mit Nasszone, Sauna, Dampfbad, Sanarium, Ruheraum, Gym, Beauty- und Massagebereich geplant. Durch die Neubauten müssen ein erhaltenswertes Gebäude sowie die Piste zur Station Twing der Bergbahnen Meiringen Hasliberg AG verschoben werden.

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