Adelbodner befürworten nur eines von zwei Millionenprojekten

Die Gemeinde Adelboden darf für 3,55 Millionen Franken das alte Gemeindehaus durch einen Neubau ersetzen. Die Thuner Stimmbevölkerung sagt Nein zur Zonenplanänderung und Zone mit Planungspflicht «Weststrasse Süd».

Den Kauf eines Areals für einen neuen Werkhof lehnte die Stimmbevölkerung ab. Im Bild der Werkhof der Burn+Künzi-Bauunternehmung.

Den Kauf eines Areals für einen neuen Werkhof lehnte die Stimmbevölkerung ab. Im Bild der Werkhof der Burn+Künzi-Bauunternehmung.

(Bild: Corina Kobi)

Die Stimmberechtigten gaben am Sonntag grünes Licht für dieses Bauprojekt. Den Kauf eines Areals für einen neuen Werkhof lehnten sie indes ab.

877 Stimmberechtigte (53,15 Prozent) sagten Nein zum Verpflichtungskredit von 2,4 Millionen Franken für den Kauf des Werkhofareals. Ja zum Vorhaben sagten 773 Stimmberechtigte (46,85 Prozent). Die Stimmbeteiligung betrug 66,6 Prozent, wie die Gemeinde Adelboden mitteilte.

Das Werkareal sollte nach dem Willen des Gemeinderats von der jetzigen Eigentümerin dem Bauunternehmen Burn & Künzi AG abgekauft werden. In einer ersten Phase hätte der Werkhof und in einer zweiten Phase die Feuerwehr an den neuen Standort gezügelt werden sollen.

Zum Ersatzneubau des alten Gemeindehauses an der Dorfstrasse sagten hingegen 1071 Stimmberechtigte Ja, während 585 ein Nein in die Urne legten. Das alte Gemeindehaus gilt seit längerer Zeit als baufällig. Geplant ist ein Neubau mit Ladenflächen im Erd- und Untergeschoss. In den Obergeschossen sollen fünf 3,5-Zimmerwohnungen entstehen.

Keine erneute Verlängerung

Deutlich angenommen wurde überdies eine Gemeinde-Initiative zum Nevada-Areal. Diese verlangt, dass die Baubewilligung für das Alpenbad-Projekt auf dem Areal nicht noch einmal verlängert wird. Ja zur Initiative sagten 1451 Stimmberechtigte, nur 208 lehnten sie ab.

Der Adelbodner Gemeinderat hatte im Oktober 2012 mit der Pearl of Switzerland Development AG und der Swiss Spa Group eine Vereinbarung abgeschlossen, dass die Baubewilligung für das Alpenbad bis zum 30. November 2014 verlängert wird.

Offen bleibt, ob bis dahin neue Investoren für das 140 Millionen Franken schwere Hotel- und Bäderprojekt gefunden werden. Im Jahr 2010 hatten sich die kuwaitischen Investoren vom Geschäft zurückgezogen, da ihnen das Geld fehlte.

Thun: Nein zur Zonenplanänderung und Zone mit Planungspflicht «Weststrasse Süd»

Mit 10‘317 Nein (64%) gegen 5‘799 Ja (36%) haben die Stimmberechtigten der Stadt Thun die Zonenplanänderung bzw. die Zone mit Planungspflicht Westrasse Süd abgelehnt.

Die Stimmbeteiligung lag bei 51 Prozent. Gegen den Umzonungsbeschluss des Stadtrates war das Referendum ergriffen worden. Die ZPP sollte die Voraussetzungen schaffen, um auf einem insgesamt 6,7 Hektaren grossen Areal an der Westrasse in Thun Süd eine Überbauung mit Gewerbe- und Dienstleis-tungsbetrieben sowie – untergeordnet – Wohnungen zu realisieren.

jzu/sda

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