Zum Hauptinhalt springen

Acht Jahre für «Anita»

Eine Freiheitsstrafe von acht Jahren und eine stationäre Therapie: Dieses Urteil fällte das Regionalgericht Oberland gestern im Fall des «Anita»-Sexualstraftäters vom Bödeli, der über 40 Knaben missbrauchte oder dies versuchte.

Staatsanwältin  Carol Bützer zeigte sich am Freitagabend  vor den Medien grundsätzlich zufrieden mit dem gefällten Urteil. Sie entscheidet aber erst nächste Woche definitiv, ob sie das Urteil weiterziehen will oder nicht.
Staatsanwältin Carol Bützer zeigte sich am Freitagabend vor den Medien grundsätzlich zufrieden mit dem gefällten Urteil. Sie entscheidet aber erst nächste Woche definitiv, ob sie das Urteil weiterziehen will oder nicht.
Konrad Staeger
Getarnt unter dem Pseudonym «Anita» hatte ein 47-jähirger aus dem Berner Oberland mehr als 40 Knaben aus dem Bödeli im Internet kennengelernt und erpresst.
Getarnt unter dem Pseudonym «Anita» hatte ein 47-jähirger aus dem Berner Oberland mehr als 40 Knaben aus dem Bödeli im Internet kennengelernt und erpresst.
Keystone
Der Beschuldigte (links) und eines seiner zahlreichen Opfer sassen sich am Mittwoch vor dem Regionalgericht Oberland (im Hintergrund) gegenüber.
Der Beschuldigte (links) und eines seiner zahlreichen Opfer sassen sich am Mittwoch vor dem Regionalgericht Oberland (im Hintergrund) gegenüber.
Erika Baradakci
1 / 6

«Wir haben schon Täter wegen vorsätzlicher Tötung zu tieferen Strafen verurteilt», sagte Gerichtspräsident Peter Moser bei der Urteilsverkündung gestern Abend. Der 47-jährige Mann aus dem Grossraum Bödeli, der sich im Internet als «Anita» an Knaben heranmachte, um sie zu Oralsex zu nötigen, ist zu einer Freiheitsstrafe von acht Jahren und zu einer stationären therapeutischen Massnahme verurteilt worden. Das Regionalgericht Oberland sprach den Täter gestern Abend der sexuellen Nötigung, der sexuellen Handlung mit Kindern, der Pornografie und weiterer Delikte schuldig.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.