Thuner Linke fordern attraktives Nachtleben

Thun

Das Komitee «Pro Nachtleben Thun» sammelte in den letzten Wochen 1372 Unterschriften. In der Innenstadt könne nicht derselbe Anspruch an die Nachtruhe gestellt werden wie in einem Wohnquartier, argumentieren die Antragsteller.

Das Komitee «Pro-Nachtleben Thun» trauert der Selve-Ausgehmeile nach. (Bild von 2006)

Das Komitee «Pro-Nachtleben Thun» trauert der Selve-Ausgehmeile nach. (Bild von 2006)

(Bild: Patric Spahni)

Über tausend Stimmen für ein attraktives Nachtleben gezählt: Das Komitee «Pro-Nachtleben Thun», das vorwiegend aus SP- und Juso-Mitgliedern besteht, sammelte zwischen November und Januar 1372 Unterschriften zugunsten einer offeneren Nachtkultur-Politik in der Stadt.

Vier Massnahmen gefordert

Konkret gefordert werden in der Petition vier Massnahmen für eine Förderung des nächtlichen Kultur-Angebots: Auf dem Mühleplatz sollen die Thuner in lauen Sommernächten mindestens eine Stunde länger verweilen dürfen und in der Innenstadt die Lärmvorschriften gelockert werden. Das Komitee fordert zudem die Entwicklung von Kultur- und Ausgehmeilen im Raum Uttigenstrasse/kleine Allmend sowie im Bereich Bahnhof/Schadau. Auch soll im Mokka-Garten «wieder bis weit in die Nacht hinein Musik zu hören sein».

Bei der Argumentführung holen die Sozialdemokraten weit aus: Fühlen sich die Menschen dank eines ausgebauten Kulturangebots wohl, profitiere auch die Wirtschaft. «Besonders wichtig sind vielfältige kulturelle Angebote für hoch qualifizierte Fachkräfte», so das Komitee in der Mitteilung. «Und genau die braucht unsere Wirtschaft, um sich gut zu entwickeln und gute Arbeitsbedingungen bieten zu können.»

Ersatz für Selve-Ausgehmeile

Die Gruppierung rund um SP-Stadträtin Alice Kropf und Lara Bezio (Vize-Präsidentin Juso Thun-Berner Oberland) stellt fest, dass die Menschen der Selve-Ausgehmeile nachtrauern und einen Ersatz brauchen. Auch könnten die Anwohner der Innenstadt «nicht denselben Anspruch an die Nachtruhe stellen wie in einem Wohnquartier».

Gesammelt haben die Antragssteller die Unterschriften bei den Nachtschwärmen in den Lokalen der Innenstadt. «Um politisch breit abgestützt zu sein», haben die Thuner Linken vor, auch bei anderen Parteien Unterstützung anzufordern. Ein Austausch mit «Pro Nachtleben Bern» sei ebenfalls geplant. Übergeben werden die Unterschriften dem Gemeinderat am 5. Februar.

jam/pd

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