Grindelwald

Pisten sollen von der Bodmi bis in den Grund führen

GrindelwaldDie Gemeinde ruft zur öffentlichen Mitwirkung auf. Beim Projekt geht es um beschneite Pisten, die bis hinunter zum Bahnhof Grund führen sollen.

Blick auf das Dorfzentrum von Grindelwald. Rot eingezeichnet sind die geplanten Pisten  hinunter Richtung Grindelwald-Grund.

Blick auf das Dorfzentrum von Grindelwald. Rot eingezeichnet sind die geplanten Pisten hinunter Richtung Grindelwald-Grund. Bild: sgb/Quelle Google Earth

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Am Morgen auf der First die erste Sonne geniessen, am Nachmittag auf der Kleinen Scheidegg das grössere Liftangebot auskosten. Dies war zwar bisher auch möglich, aber man musste entweder im Dorf den Zug auf die Kleine Scheidegg nehmen oder mit dem Auto bis zur Männlichenbahn fahren. Nun aber liegt ein Projekt öffentlich auf, das nicht nur Skifahrer interessieren dürfte. Gemäss Amtsanzeiger liegt nun die Überbauungsordnung «Beschneiungsanlage und Pistenkorrekturen Skigebiet Grindelwald-First auf. Das ursprüngliche Projekt stammt aus dem Jahr 1998 und wird nun mit einer interessanten Erweiterung ergänzt. Demnach soll nun die Strecke bis zum Bahnhof Grund erweitert werden. Und zwar über das Almis hinunter neben dem Holzwärmewerk vorbei, um dann möglichst in die Nähe des Bahnhof Grund zu gelangen. Das bestätigt Marc Schori, Abteilungsleiter Hochbau. Das Projekt wäre ein Vorhaben von Grindelwald Sports und der Gemeinde. Die Summe hierfür kann noch nicht genau beziffert werden, sicher ist aber, dass pro beschneiten Kilometer Piste mit Kosten von etwa einer Million Franken zu rechnen ist. In diesem Fall könne mit geringeren Ausgaben gerechnet werden.

Korridor am Fussweg

Der Beschluss zur Pistenerschliessung in Dorfnähe fiel im Mai dieses Jahres, als der Gemeinderat einer Zonenplanänderung zustimmte. Damit wollte man die Skipisten gestützt auf eine längerfristige Absicht bis ins Gebiet Ey beim Bahnhof Grund planungsrechtlich sicherstellen. Mit einer Planungszone will man dafür sorgen, dass beim geplanten 130-Millionen-Bauwerk am Fussweg ein 15 Meter breiter Korridor für eine allfällige Skipiste freigehalten wird (wir haben berichtet). Auf diesem Grundstück verkehrte einst der Funilift. Nun sind Zweitwohnungen und ein Resorthotel mit Appartements geplant.

Bodmi bereits vernetzt

Die Idee, das Dorf wieder vermehrt in den Skibetrieb einzubeziehen, ist nicht neu: Das Skischulgelände Bodmi wurde beschneiungstechnisch bereits 2009 aufgerüstet mit einem Leitungsnetz, Reservoir, Pumpwerk und einem Kühlturm. Grindelwald Sports hatte damals zusammen mit Grindelwald Tourismus und dem Hotel Bodmi die Beschneiungsanlage für rund 650000 Franken erstellt. Die Jungfraubahnen wiederum haben die Abfahrt von First ins Dorf über Mühlebach mit Beschneiung schneesicher gemacht. Geplant wird nun an einem Beschneiungsprojekt von Bort über den Kapf hinunter in die Bodmi, um eine direktere Verbindung ins Dorf anbieten zu können. Doch gemäss Mediensprecher Simon Bickel ist dies frühestens auf die Saison 2014/ 2015 der Fall.

Der Beschneiungsrichtplan liegt bis am 30. Dezember auf der Gemeindeverwaltung auf. (Berner Oberländer)

Erstellt: 23.11.2011, 09:42 Uhr

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