Mass nehmen für das grosse Biwakrennen

Interlaken

Elf Wochen vor dem längsten Gleitschirmrennen der Welt, dem X-Alps, trafen sich am Sonntag drei Piloten. Unter kundiger Führung des einheimischen Chrigel Maurer lernten Martin Müller und Max Mittmann den schnellsten Fussweg zum Kontrollpunkt Amisbüel kennen.

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Bruno Petroni

Elefantentreffen in Interlaken: Der zweifache X-Alps-Champion Christian «Chrigel» Maurer traf sich am Sonntag mit dem Genfer Martin Müller und dem in Basel lebenden Max Mittmann zu einem gemeinsamen Training zum Amisbüel hinauf. Die drei Spitzenpiloten werden am 7.Juli in Salzburg am Start des 6.Red Bull X-Alps stehen, am Start zum härtesten und längsten GleitschirmBiwakrennen von Salzburg nach Monaco, wo die Teilnehmer sich nur zu Fuss oder fliegend vorwärtsbewegen dürfen.

Kontrollpunkt Amisbüel

Das Amisbüel, 1335 Meter über Meer, hoch über dem Bödeli gelegen, wird Mitte Juli zum Dreh- und Angelpunkt des X-Alps: Jeder der 32 internationalen Teilnehmer wird auf dem 1030 Kilometer langen Weg über den Alpenkamm vom Graubünden her kommend den Kontrollposten an diesem beliebten, auf Beatenberger Hoheitsgebiet liegenden Gleitschirm-Startplatz passieren müssen, ehe es auf möglichst schnellem Weg über die höchsten Gletscher und den weiteren Turnpoint Matterhorn weitergeht Richtung Montblanc und Mittelmeer.

Martin Müller, der das alle zwei Jahre stattfindende X-Alps schon auf dem dritten und vierter Rang beendete, liess sich von Chrigel Maurer gerne den kürzesten Weg von Interlaken zum Amisbüel zeigen. Und zwar praktisch «gredi ueche» via Rüti, über ungemein steile Matten. Der siebzehn Jahre in Basel lebende Deutsche Max Mittmann hängte sich den beiden gerne an: «Ich flog zwar schon mehrmals hier herum, aber man kann von einem Einheimischen wie Chrigel immer wieder etwas dazulernen.» Die drei hatten auch einiges betreffend Material zu diskutieren. So stellte Maurer seinen zwei Konkurrenten sein neustes, selber konstruiertes Gurtzeug vor, das weniger als ein Kilo wiegt. So etwas wie verbissenes Konkurrenzdenken existiert zwischen den X-Alps-Piloten nicht. Chrigel Maurer: «Wenn ich einem Mitstreiter wertvolle Tipps geben kann, die ihn weiterbringen, tue ich das doch gerne. Im Wettkampf muss dann eh jeder diese Kenntnisse für sich umsetzen können.»

Berner Zeitung

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