Hoher Besuch gedachte des Absturzes

Innertkirchen

Der Dakota-Propeller hat seine letzte Ruhestätte im Dorfzentrum Grimseltor gefunden. Am Dienstag wurde die entsprechende Ausstellung im Beisein der US-Botschafterin und des Regierungsrats Hans-Jürg Käser eröffnet.

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Suzi LeVine, US-Botschafterin in Bern, kam mit Persönlichkeiten aus Politik, Luftwaffe, Wirtschaft, Verbänden und Vereinen nach Innertkirchen. Sie besuchten den Ort des Dakota-Dramas am Gaugligletscher. Auf der Chammliegg, nahe der Absturzstelle, wurde eine Gedenkstätte eingeweiht. Im Dienstleistungszentrum Grimseltor eröffnete Gemeindepräsident Walter Brog die «Dakota-Ausstellung» mit dem Originalpropeller der amerikanischen Douglas C-53.

Die schlichte Gedenkstätte auf der Chammliegg, eine Art Plakatsäule, erinnert zusammen mit einem Duplikat des Propellers der US-Transportmaschine an das Absturzdrama und die wundersame Rettung aller zwölf Passagiere und Besatzungsmitglieder. Mit einer Parforceleistung haben damals Schweizer Helfer Zeitgeschichte geschrieben und die Beziehungen zwischen den USA und der Schweiz nachhaltig verbessert, erinnerte Brog bei seiner Ansprache. «Diese Freundschaft der Länder gilt es trotz Finanzaffären weiterzuführen», fügte er mit Blick auf die Vertreterin der USA in Bern an. Botschafterin LeVine zeigte sich angesichts der hochalpinen Umgebung betroffen von der damaligen Ausnahmesituation und sprach von entstandener Partnerschaft und notwendiger Beziehungspflege.

Geburt der Luftrettung

«Die Schutzengel machten Überstunden», sinnierte Chronist Roger Cornioley, als er die von der Absturzmaschine geflogene Route zwischen den Berggipfeln aufzeichnete. Er hat das Dakota-Drama in seinem Buch « Haslital − Das Schicksalsjahr 1946» aufgearbeitet. Die Rettung der Amerikaner erfolgte mit zwei Fieseler-Störchen durch die Piloten Pista Hitz und Victor Hug, unterstützt durch Bergführer, Rettungskolonnen und Bodenmannschaft. Diese Aktion gilt als die Geburtsstunde der alpinen Luftrettung, auf die 1952 die Gründung der Rega folgte. Rega-Chef Ernst Kohler betonte in seinem Rückblick auf die Pioniertat, dass es damals wie heute zu einer erfolgreichen Aktion nebst hervorragenden Piloten bestens ausgebildete Helfer und erstklassiges Material braucht.

Zeitzeugen im Grimseltor

«Absturz- und Rettungsstelle liegen auf unserem Gemeindegebiet, und darum sollen die gefundenen Exponate hier einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht sein», betonte Brog bei der Vernissage. «Wir würden uns freuen, wenn noch weitere Fundgegenstände, die bis jetzt von privaten Findern aufbewahrt werden, den Weg zu uns finden.»

Am Aufbereiten der Exponate und am Zustandekommen der Ausstellung haben nebst Gemeinde, Luftwaffe, Haslital Tourismus, Archäologischer Dienst Bern, Lotteriefonds und Amt für Kultur noch zahlreiche Private und Institutionen ihren Beitrag geleistet.

Berner Oberländer

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