«Hier wächst alles, was uns gefällt»

Reichenbach

Den Umschwung ihres 263 Jahre alten Hauses in Reichenbach haben Hans und Veronika Erni üppig, aber mit viel Bedacht gestaltet. Ein wahrer Blickfang ist der Seerosenteich.

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Franziska Zaugg

Es grünt und blüht, Vögel zwitschern, und Bienen summen hier in Reichenbach – vor, hinter und neben dem Haus von Veronika und Hans Erni. Das Ehepaar hegt und pflegt mit viel Liebe und Bedacht die Umgebung ihres 263 Jahre alten Hauses im Kandertal.

Das Herzstück des grosszügigen Umschwungs ist zweifelsohne der Seerosenteich. «Hier schwimmen Ringelnattern, Frösche und Teichfische», sagt Hans Erni. Der 57-jährige Berufsschullehrer ist für die Pflege des Teichs zuständig. Veronika Erni ergänzt: «Besonders schön ist es in diesen Tagen, wenn die rosafarbenen Seerosen blühen.»

Sie ist es, die sich hauptsächlich mit der Umgebungsgestaltung beschäftigt. Es gedeiht eine Vielfalt an Pflanzen wie Fuchsien, Bodendeckerrosen, altenglische Duftrosen, Lavendel, Kakteen, Aloe vera, Nadelhölzer, Olivenbäumchen. «Hier wächst einfach alles, was uns gefällt», kommentiert Veronika Erni. «Auch Wiesenblumen und Gräser haben Platz.»

Selbst gezimmerte Sitzbank

Für die Gestaltung der Umgebung wird aber kaum etwas dem Zufall überlassen. «Ich suche in Zeitschriften nach Möglichkeiten und lasse mich beim Blick in andere Gärten inspirieren», so die 56-jährige Hausfrau. Viele Gestaltungsideen reifen über Jahre, bis sie umgesetzt werden. Wie zum Beispiel jene der blauen, überdeckten Sitzbank aus Holz. «Gesehen habe ich das Modell einst an einer Gartenmesse. In diesem Frühling hat mein Mann sie dann gezimmert.»

Nicht nur für Pflanzen, auch für Dekofiguren hat Veronika Erni ein Faible: Schildkröten, Engel, Zwerge, Muscheln aus Keramik, Stein und Metall bevölkern ihren Garten. «Sie sind witzig und gehören einfach in meinen Garten.»

Veronika und Hans Erni verbringen viel Zeit in ihrem Reich und schätzen die Auswahl an verschiedenen Sitzmöglichkeiten. «Je nach Tageszeit und Laune verweilen wir an der Sonne oder wählen einen Platz am Schatten», sagt Hans Erni. Das sei auch ideal, wenn die Grosskinder zu Besuch seien, damit sie so deren Treiben im Auge behalten könnten.

Der Neubeginn

Wer dieses Idyll betrachtet, kann kaum glauben, dass vor zehn Jahren an einem einzigen Tag alles unter Schutt und Wasser begraben worden ist. «Das schlimme Unwetter 2005 hat unsere Umgebung total zerstört», erzählt Veronika Erni. Die Erinnerung an diesen Sommer sitzt noch tief. «Wir wollten jedoch so schnell wie möglich aufräumen, damit wir im darauf folgenden Frühling wieder neu beginnen konnten.»

Dass dieser Neubeginn gelungen ist, darüber ist sich das Ehepaar einig. Veronika Erni ergänzt: «Rückblickend war es auch eine Chance: Jetzt ist der Garten einzig nach unserer Vorstellung und unseren Bedürfnissen gestaltet.»

Berner Zeitung

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