Sigriswil

Der Weg ist frei für die längste Hängebrücke des Rundwegs

SigriswilDer Weg für die längste Hängebrücke des Panorama-Rundweges um den Thunersee ist frei. Der Regierungsstatthalter hat das Bauwerk über den Guntenbach bewilligt.

Spektakuläres Bauwerk über dem Guntenbach: Die Wanderwege (gelb punktiert)  von Aeschlen (links) und Sigriswil (rechts) führen zur 340 Meter langen Hängebrücke (orange).

Spektakuläres Bauwerk über dem Guntenbach: Die Wanderwege (gelb punktiert) von Aeschlen (links) und Sigriswil (rechts) führen zur 340 Meter langen Hängebrücke (orange). Bild: zvg

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Die Eckdaten der Hängebrücke über den Guntenbach sind beeindruckend: Diese hat eine Spannweite von 340 Metern, befindet sich 178 Meter über der Sohle des Bachs und kostet rund 1,5 Millionen Franken. Gestern haben die Verantwortlichen eine wichtige Hürde auf dem Weg von der Planskizze zur Realität genommen: Regierungsstatthalter Marc Fritschi hat dem Verein Panorama Rundweg Thunersee die Baubewilligung für die Fussgängerhängebrücke über den Guntenbach zwischen Aeschlen und Sigriswil erteilt. «Das ist sensationell», sagt Vereinspräsident Peter Dütschler. Nach Monaten der Ungewissheit kann es nun endlich weitergehen. Gegen das Baugesuch, das letzten Oktober eingereicht wurde, wurden zwei Einsprachen und eine Rechtsverwahrung erhoben. «Auf eine Einsprache konnte nicht eingetreten werden. Die zweite Einsprache wurde in eine Rechtsverwahrung umgewandelt», steht in der Mitteilung des Regierungsstatthalters.

Einweihung im Sommer 2012?

«Ich bin vorsichtig geworden, wenn es um Termine geht», sagt Dütschler weiter. Er gehe aber davon aus, dass die Brücke über den Guntenbach nächsten Sommer eingeweiht werden könne. Die Planer, die Theiler Ingenieure AG in Thun, und der Stahlbauer, Seiler AG in Bönigen, würden sich nun an die Detailplanung machen und das Material bestellen. Das dauere seine Zeit, sagt Dütschler. «Die Lieferfristen für die Drahtseile betragen mehrere Monate.» Für die Montage und den Stahlbau ist dann die Seiler AG aus Bönigen verantwortlich. Zu Verzögerungen war es nicht nur wegen der Einsprachen gekommen, sondern auch weil der Verein zum Baugesuch nachträglich noch eine Rodungsbewilligung einholen musste. Grund: Der Bau erfordert eine temporäre Rodung von 1624 Quadratmetern Wald.

Ärgernis am Spissibach

Weit mehr Nerven als die Brücke über den Guntenbach hat Dütschler diejenige über den Spissibach in Leissigen gekostet. Nachdem die Fundamente erstellt worden waren, hat der Verein die Notbremse gezogen und den Baustopp verfügt. «Wir bekamen plötzlich Zweifel, ob die Fundamente stark genug sind, um die Hängebrücke zu tragen», sagt Dütschler. Der Bauunternehmer weigerte sich, die Zahlen herauszurücken, weshalb der Verein eigene Berechnungen anstellte und herausfand, dass die Fundamente zu schwach sind. «Ein Gericht wird dereinst entscheiden, wer den Schaden zu tragen hat», sagt Dütschler. Der Bau über den Spissibach werde aber vorher beendet. «Wir werden mit den gleichen Unternehmern wie beim Bau in Sigriswil das Projekt in Leissigen abschliessen», sagt Dütschler. «Wenn alles glattläuft, wird der Samichlous heuer die Brücke als Erster überqueren.»

Trotz der Rückschläge hält der Verein an seinem Vorhaben fest: einem Rundweg um den Thunersee mit insgesamt sechs Brücken. Kosten wird die Angelegenheit rund 5 Millionen Franken. «Wenn die Brücken in Sigriswil und Leissigen eingeweiht sind, werden wir beobachten, wie sie ankommen», sagt Dütschler. Sollten die Bauwerke der Bevölkerung gefallen, gehe es weiter. Erste Vorabklärungen mit der Gemeinde Oberhofen, wo eine weitere Brücke gebaut werden soll, seien bereits gemacht worden. (Thuner Tagblatt)

Erstellt: 23.08.2011, 06:10 Uhr

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