Bundesrätin Leuthard hat sich «u gfröit»

Wengen

Der Hundschopf ist für Doris Leuthard die spektakulärste Stelle des Rennens. Und sie hoffte auf einen Schweizer Podestplatz. Das verriet die Bundesrätin vor der Abfahrt im Interview mit Speaker Dagobert Cahannes.

<b>Bundesrätin Doris Leuthard</b>, hier mit OK-Vizepräsident Fredy Fuchs, im Zielraum.

Bundesrätin Doris Leuthard, hier mit OK-Vizepräsident Fredy Fuchs, im Zielraum.

(Bild: Bruno Stüdle)

Frau Bundesrätin Doris Leuthard, sie haben heute noch ein dicht gedrängtes Programm – ist der Besuch der Lauberhornrennen quasi die Kür des heutigen Tages?

Bundesrätin Doris Leuthard: Ja, mit Sicherheit. Ich habe mich «u gfröit» – es ist das erste Mal, dass ich das Lauberhornrennen live erleben kann.

Welche Stelle der Abfahrt finden Sie am spektakulärsten?

Ich denke schon, dass das der Hundschopf ist. Ich finde den Sprung ins Leere hinaus immer wieder beeindruckend.

Was erwarten Sie vom heutigen Rennen?

Erstens hoffe ich, dass es keinen Unfall gibt; und zweitens, dass mindestens ein Schweizer auf dem Podest stehen wird.

Ist denn die Frau Bundesrätin Leuthard auch eine Skifahrerin?

Natürlich. Ich fahre sehr gerne Ski und stand heuer auch schon darauf. Ich komme jeden Hang hinab, aber hier wäre es mir zu Steil, da hätte ich Angst.

Wann sind Sie denn zum ersten Mal auf den Skis gestanden?

Nun, ich bin ja im Flachland geboren und kam daher erst so ab der Schulzeit zum Skifahren – von da an habe ich den Sport aber regelmässig betrieben.

Als Bundesrätin arbeitet man doch fast rund um die Uhr – haben Sie noch Zeit für Ihre privaten Interessen?

Solche Momente sind tatsächlich rar – aber auch ich brauche sie. Man muss zwischendurch abschalten und wieder auftanken können. Da sind Sport, Familie und Freizeit haben sehr wichtig für mich.

An den Lauberhornrennen leisten Hunderte von Helferinnen und Helfern tage- und wochenlang unentgeltliche Arbeit – das ist auch in der Politik oft so und das ist das, was unseren Staat trägt, oder?

Ja, sie erbringen riesige Leistungen, die nicht bezahlbar sind und von denen wir alle profitieren. Deshalb schlage ich vor, wir schenken ihnen allen einen kräftigen Applaus als Dankeschön von uns allen.

Anmerkung der Redaktion: Die Menge gehorchte, brach in Jubel aus und schwenkte eifrig die Fahnen.

Bernerzeitung.ch/Newsnetz

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