Oberried

«Beo regio» will Ferienresort bauen

OberriedEine neue Totalunternehmung mit dem Namen «BEO regio» will das 140-Millionen-Ferienresort bauen. Ob das Projekt entstehen wird, hängt jedoch von der Finanzierung ab.

Die neue «BEO regio» (v.l.): Projektentwickler Gerhard Fuchs (Fuchs Guggisberg + Partner Architekten AG SIA), Mathias Baumann (HMS Architekten) Urs Troxler (Bauunternehmung Gerber + Troxler), Dominik Ghelma (Bauunternehmung Ghelma), Kees-Jan de Jong und Guido van Hoogdalem (beide First Projektmanagement AG), Franz Sennhauser (HMS Architekten) und Oberrieds Gemeindepräsident Andreas Oberli.

Die neue «BEO regio» (v.l.): Projektentwickler Gerhard Fuchs (Fuchs Guggisberg + Partner Architekten AG SIA), Mathias Baumann (HMS Architekten) Urs Troxler (Bauunternehmung Gerber + Troxler), Dominik Ghelma (Bauunternehmung Ghelma), Kees-Jan de Jong und Guido van Hoogdalem (beide First Projektmanagement AG), Franz Sennhauser (HMS Architekten) und Oberrieds Gemeindepräsident Andreas Oberli. Bild: zvg

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Die neu gegründete Totalunternehmung «BEO regio» will das geplante 140-Millionen-Ferienresort auf dem ehemaligen Areal der Feuerwerkfirma Hans Hamberger AG in Oberried bauen. Dies vermeldeten gestern die involvierten Projektentwickler und Architekten in einer Medienmitteilung. «Intensive Verhandlungen mit grösseren Totalunternehmungen haben nicht zum Ziel geführt», schreibt Guido van Hoogdalem, Projektentwickler, Investor und Bauherr. Weitergebracht habe sie der Kontakt mit lokalen Unternehmen, aus denen vor kurzem die «BEO regio» entstanden ist. «Unterschrieben ist bis zum heutigen Zeitpunkt aber noch nichts», sagte der Holländer gestern auf telefonische Anfrage. «Wir haben in den letzten vier Monaten hart gearbeitet.» Deshalb führe der Einsatz und die Begeisterung für das Projekt sowie die Verbundenheit mit der Region nun zum anvisierten Ziel. Dass im letzten Moment nun doch noch etwas schieflaufen könnte, glaubt Hoogdalem nicht.

«Schwierige Finanzierung»

Obwohl sich Käufer aus der ganzen Welt für solche bewirtschafteten Wohnungen entscheiden würden, sei die Finanzierung von solchen für die Schweizer Banken nach der angenommenen Zweitwohnungsinitiative noch ungewohnt, war in der Medienmitteilung zu lesen. Dies bestätigte auch Hoogdalem: «Die Finanzierung ist eine schwierige Angelegenheit.» Aber: «Wir sind mit einer Grossbank auf gutem Weg.» Damit diese mitzieht, müsse die Bauherrschaft jedoch genügend Eigenkapital vorweisen können. «Wir erhalten beachtliche finanzielle Unterstützung von einer grossen Firma aus Bern.» Ob auch noch weitere Investoren an Land gezogen werden müssen, wollte er nicht preisgeben.

Baustart noch im 2014?

Solange die Finanzierung nicht gesichert ist, kann auch nicht die Rede von einem Spatenstich sein. Doch Hoogdalem ist zuversichtlich, dass schon 2015 in die Höhe gebaut werden wird: «Wir unternehmen alles, damit Abbruch und Aushub noch dieses Jahr vorgenommen werden können. Im neuen Jahr planen wir die ersten Stockwerke errichten zu können.» «Grösse und Komplexität dieser Resortanlage im Kanton Bern ist ein Novum und gilt als touristisches Pilotprojekt», hiess es in der Medienmitteilung weiter. «Neu ist es nun auch möglich, die Wohnung ohne Einschränkungen für sich selber zu belegen.» Dies sei in der Schweiz allgemein noch zu wenig bekannt. Hoogdalem erklärt: «Total können 52 Ferienwochen in einer Wohnung verbracht werden. Uns interessiert grundsätzlich nicht, ob sie alle vom Käufer bezogen oder die Wohnungen weitervermietet werden. Wir müssen nur kontrollieren, dass die Wohnung nicht leer steht.»

Ferien-Resort mit 850 Betten

Achtzehn Wohnbauten mit 155 bewirtschafteten Wohnungen, ein Rezeptionsgebäude mit verschiedenen Shops und einem Treffpunkt für Jugendliche, ein öffentlich zugängliches Schwimmbad mit Spa- und Wellnessbereich, das Restaurant Moospinte, eine Brasserie, eine Seebar mit Anlegeplattform für private Boote und sogar ein neuer Bootshafen sollen auf der 64000 Quadratmeter grossen Fläche am Brienzersee entstehen (wir berichteten). «Die Beheizung des Resorts erfolgt durch Wärmeentzug aus dem Brienzersee-Wasser», ist aus der Medienmitteilung zusätzlich zu entnehmen. In einer ersten Etappe sollen 71 Wohnungen, Schwimmbad, Rezeption und Einstellhallen entstehen. Die Bausumme dafür habe sich mit 50 Millionen Franken nicht verändert. Auch nicht verändert hat sich die Anzahl der verkauften Wohnungen: 41 davon waren bereits im Mai verkauft, 41 sind es noch heute. (Berner Oberländer)

Erstellt: 26.08.2014, 06:16 Uhr

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