Oberried

Am See wird bald für Gäste gebaut

OberriedIm Sommer sollen auf der grössten noch unverbauten Fläche in Oberried am Brienzersee die Bagger auffahren und den Baustart für die erste Etappe des Ferienresorts markieren.

Blick vom Brienzersee auf die Resortbauten in Oberried:  In der Bildmitte ist das geplante Hallenbad mit Aussenbereich zu sehen.

Blick vom Brienzersee auf die Resortbauten in Oberried: In der Bildmitte ist das geplante Hallenbad mit Aussenbereich zu sehen. Bild: zvg

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Freude, Genugtuung, gar Euphorie versprüht das Quintett am langen Tisch anlässlich der Medienkonferenz gestern im Saal der Gemeindeverwaltung in Oberried. Grund: der bevorstehende Bau des Ferienresorts am Brienzersee nach Vorliegen der Baubewilligung. Peter Flück, Präsident der Regionalkonferenz Oberland-Ost, findet die wirtschaftliche Seite des Projekts «faszinierend» und spricht vom grössten Hotel im Kanton Bern, wenn das Resort mit den geplanten 850 Betten im Endausbau dereinst stehen wird. Architekt Gerhard Fuchs windet Gemeinde, kantonalen Ämtern und Regionalkonferenz ein Kränzchen für deren Zusammenarbeit und Unterstützung.

Viel Lob verteilt

Gemeindepräsident Andreas Oberli «freut es besonders», dass Oberried für den Standort des Resorts ausgewählt worden ist. Alle weisen wiederholt auf den grossen Glücksfall hin, dass die Bauherrschaft aus Holland, in der Schweiz vertreten durch die First Projektmanagement AG, dieses Projekt im östlichen Oberland realisiert.

Die beiden Vertreter der Aktiengesellschaft, Kees-Jan de Jong und Guido van Hoogdalem, fühlen sich geschmeichelt ob der lobenden Worte, streichen die «guten Erfahrungen mit den Behörden» heraus und weisen auf erste Verkaufserfolge hin. «Von den in der ersten Etappe zu bauenden 71 Wohneinheiten sind zum jetzigen Zeitpunkt deren 40 an Private und Investoren aus dem In- und Ausland verkauft», sagt Guido van Hoogdalem, Direktor der First Projektmanagement AG. Er weist auf den kommenden Sommer hin, wenn die ersten Bagger auf dem ehemaligen Areal der Feuerwerkfirma Hans Hamberger AG auffahren. Neben den 71 Wohneinheiten werden die Einstellhalle, die Rezeption mit Shop sowie das Hallenbad mit Wellness und Spa realisiert. Die Bausumme der kommenden ersten Phase beträgt rund 50 Millionen Franken, die Hälfte der gesamten Bausumme.

Alle dürfen schwimmen

Im Frühjahr 2016 sollen die ersten Wohnungen bezogen werden können. Im Endausbau stehen 155 Wohneinheiten am Brienzersee, ein weiteres Restaurant, eine Brasserie, eine Après-Ski-Bar, Shops für Skiverleih und Lebensmittel, Kinderspielräume, Seminarräume und ein Bootshafen.

Hallenbad mit Aussen- und Wellnessbereich, Restaurants und Shops sind öffentlich zugänglich. Gleiches gilt für den Uferweg, weshalb die Gemeinde dessen vierte Etappe realisieren kann. Wiederholt weisen die Vertreter der Bauherrschaft darauf hin, dass 25 fixe Arbeitsplätze geschaffen werden, beim Endausbau gar bis zu deren 40.

Wirtschaftliches Plus

Van Hoogdalem rechnet vor, dass ein Resortbewohner pro Tag in der Region 80 Franken ausgibt, was bei geschätzten 150'000 Übernachtungen pro Jahr circa 12 Millionen Franken ergibt.

Auch Gemeindepräsident Oberli rechnet mit einem finanziellen Zustupf in die Gemeindekasse und rechnet nur schon mit dem Ertrag aus den Kurtaxen mit 230'000 Franken pro Jahr. «Dazu kommen die zusätzlichen Steuern und die Gebühren, die abzuliefern sind», sagt Oberli, der an der kommenden Gemeindeversammlung die genauen Zahlen auf den Tisch legen will. Einen «wichtigen Hinweis» auf die Zweitwohnungsinitiative lieferte Guido van Hoogdalem. «Unser Konzept beruht auf der hotelmässigen Bewirtschaftung und erlaubt deshalb unter Einschränkungen immer noch den Erwerb einer Ferienwohnung.»

So funktionierts

Private und Investoren kaufen Wohnungen, verbunden mit Verwaltungs- und Mietvermittlungsverträgen. Die günstigsten Wohneinheiten kosten 400'000 Franken, die teuersten 2 Millionen Franken. Der Grossteil der Wohnungen ist für 800'000 Franken zu haben. Der Resortbetreiber, es wird die Brienzersee Resort AG sein, ist Manager und Reiseveranstalter zugleich. Der Käufer kann seine Wohnung selber nutzen und vermietet diese während seiner Abwesenheit. Was die Vermarktung in der Schweiz angeht, haben die Resortbetreiber mit der Schweizer Reisekasse Reka einen Vertrag abgeschlossen. (Berner Oberländer)

Erstellt: 11.01.2014, 14:11 Uhr

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