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27 Tonnen Trauben in vier Tagen

Das Resultat ist ein voller Erfolg: «Wir sind rundum zufrieden mit der Traubenernte», sagt der Oberhofner Rebbaumeister Simon Eberli. Sehr zufrieden mit der Ernte sind auch die Winzer in Hünibach, Hilterfingen und Seftigen.

Heinz Bühlmann bei der Lese der Blauburgundertraube in Oberhofen, aus der es den Pinot Noir gibt.
Heinz Bühlmann bei der Lese der Blauburgundertraube in Oberhofen, aus der es den Pinot Noir gibt.
Patric Spahni

Das Wetter hat es sowohl im Frühling, Sommer wie auch im Herbst gut mit uns gemeint.» Dies sagt Simon Eberli, Oberhofens Meister über 2,65 Hektaren Reben. Nach vier Tagen und dem Einsatz von zwischen 20 und 32 fleissigen Erntehelferinnen und Erntehelfern sind nun alle Trauben gelesen. Der Regen zur Frühlingszeit und die längere Trocken- und Wärmeperiode im Herbst habe viel zur qualitativ und quantitativ sehr guten Ernte beigetragen, sagt der Weinexperte. Auch vom Hagel sei das Gebiet verschont geblieben: «Ich bin sehr zufrieden», sagt der Aargauer, der seit 2004 in Oberhofen als Rebmeister arbeitet.

Im Vergleich zum Vorjahr schliesse die Rebbaugenossenschaft Oberhofen die Ernte 2009 quantitativ besser ab: «Wir ernteten gleich wie im Vorjahr gesunde, vollreife Trauben mit intensiven Aromen. Bei der Menge konnten wir jedoch einen Vollertrag, das heisst etwa zehn Prozent mehr als im Jahr 2008 einfahren», erläutert Rebmeister Simon Eberli.

Insgesamt wurden in Oberhofen 27 Tonnen Trauben geerntet, die nun verarbeitet und etwa 26000 Flaschen Wein ergeben werden. Oberhofner Wein gibt es in den Sorten Pinot Noir, Pinot Gris, Riesling-Sylvaner und Diolinoir. Ebenfalls in Oberhofen verarbeitet werden die Trauben der eigenständigen Rebbaugenossenschaften Hilterfingen und Merligen-Stampbach.

«Wir verzeichnen in diesem Jahr die beste Ernte seit jeher», sagt Peter Gerber, Besitzer des 0,7 Hektaren grossen Rebberges in Hünibach. Die Ernte ergibt rund 6000 Flaschen Wein, die Gerber seit 2007 dem Weinhändler und Produzenten Herbert Riem in Kiesen zur Produktion übergibt. «Vorher habe ich dies noch selber gemacht», sagt Gerber. Die Ernte der Weissweintrauben sei leicht höher ausgefallen als im letzten Jahr, beim Rotwein sei wie 2008 wiederum das Maximum erreicht worden. Wie seine Kollegen am Thunersee macht auch Gerber das gute Wetter verantwortlich für das exzellente Resultat: «Zuerst sah es nach einer späten Ernte aus. Das trockene und schöne Wetter der letzten Monate hat die Trauben dann aber doch rechtzeitig ausgereift.» In Hünibach ging die Ernte bereits am 2. und 3. Oktober über die Bühne. «Wir hatten wie jedes Jahr zahlreiche Helfer», sagt Gerber.

Eine grosse Traubenernte konnten auch die zahlreichen Helferinnen und Helfer der Rebbaugenossenschaft Hilterfingen in den letzten Tagen einbringen. Insgesamt sind 4100 Kilo weisse Trauben geerntet werden. «Die Trauben weisen auch in diesem Jahr eine hervorragende Qualität auf, was einen ausserordentlichen 2009er ergeben wird», teilt die Rebbaugenossenschaft mit.

«Aus unseren 7,5 Tonnen Trauben werden etwa 6000 Liter Wein hergestellt», sagt Andreas Lanz, Rebbauer aus Steffisburg. Er fügt an: «Der leichte Hagel Anfang Sommer konnte der Ernte zum Glück nichts anhaben, da das Wetter danach schön und warm war.» Andreas Lanz pflegt mit seinem Vater und seiner Stiefmutter eine Hektare Rebland. Wie die Ernte aus Hünibach wird auch jene aus Steffisburg für die Produktion von Rotwein, Rosé, und Steffisport (sogenanntem Portwein aus Steffisburg) Herbert Riem in Kiesen übergeben. Gelesen wurden die Trauben in nur einem Tag und mit der Hilfe von 30 Leuten. Zur Qualität der Ernte sagt Lanz: «Wie im letzten Jahr sind wir sehr zufrieden.»

In Seftigen bewirtschaftet Architekt und Weinproduzent Matthias Rindisbacher seit 2005 eine Hektare Reben. «In diesem Jahr gibt es zum ersten Mal eine volle Ernte», sagt Rindisbacher sehr erfreut. Rund sieben Tonnen Trauben (Gamaret, Cabernet Dorsa und Pinot Noir) konnte er ernten, dies ergibt etwa 7000 Flaschen Wein, die er in seiner Berner Weinmanufaktur Rindisbacher herstellt.

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