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21 Buben missbraucht: Sozialpädagoge muss vor Gericht

Im Fall des Könizer Schulsozialarbeiters hat die Staatsanwaltschaft Anklage erhoben. Der Mann soll 21 Knaben missbraucht, Bilder davon gemacht und sie im Internet getauscht haben. Der Angeklagte ist weitgehend geständig.

Ein 44-jähriger Sozialpädagoge wurde vom Regionalgericht in Thun wegen Missbrauchs von 21 Knaben zu einer Freiheitsstrafe von 9,5 Jahren verurteilt worden.
Ein 44-jähriger Sozialpädagoge wurde vom Regionalgericht in Thun wegen Missbrauchs von 21 Knaben zu einer Freiheitsstrafe von 9,5 Jahren verurteilt worden.
Keystone
Dreizehn Jahre lang blieben seine Taten unentdeckt, sein Fall umfasst über 150 Übergriffe, das jüngste Opfer war gerade mal 8 Jahre alt.
Dreizehn Jahre lang blieben seine Taten unentdeckt, sein Fall umfasst über 150 Übergriffe, das jüngste Opfer war gerade mal 8 Jahre alt.
Keystone
Bereits 2002 geriet T. wegen sexueller Übergriffe in Verdacht. Eine Könizer Lehrkraft hat laut dem Könizer Gemeindepräsidenten Studer (nicht mehr im Amt) damals  davon gehört, dass gegen T. an einem früheren Arbeitsort dieser Verdacht bestand.
Bereits 2002 geriet T. wegen sexueller Übergriffe in Verdacht. Eine Könizer Lehrkraft hat laut dem Könizer Gemeindepräsidenten Studer (nicht mehr im Amt) damals davon gehört, dass gegen T. an einem früheren Arbeitsort dieser Verdacht bestand.
Susanne Keller
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Die Staatsanwaltschaft Oberland hat beim Regionalgericht Oberland Anklage gegen den 44-jährigen Mann erhoben, der zwischen 1998 und Ende 2011 21 Knaben missbraucht haben soll. Die meisten seiner Opfer waren zum Zeitpunkt der ersten Kontakte zwischen zehn und zwölf Jahre alt. Der Angeklagte ist grösstenteils geständig.

Der Angeklagte war als Sozialpädagoge tätig, unter anderem jahrelang als Schulsozialarbeiter in der Gemeinde Köniz.. Fast alle seiner Opfer habe er aufgrund seiner beruflichen Tätigkeit kennengelernt und private Kontakte mit ihnen unterhalten, teilt die Staatsanwaltschaft mit. Die Übergriffe fanden in der Regel in seiner Privatwohnung oder auch in Alphütten statt.

Laut der Staatsanwaltschaft hat der Angeklagte mehreren Opfern Marihuana und grosse Mengen von Alkohol abgegeben. Er habe die Kinder zum Konsum angehalten, heisst es in der Mitteilung. Der Beschuldigte habe Bilder von seinen Taten gemacht und das pornografische Material im Internet getauscht.

Seit 2012 in Haft

Er wird sich wegen mehrfacher sexueller Nötigung, Schändung, sexueller Handlungen mit Kindern, Pornografie sowie Verabreichens von gesundheitsgefährdenden Stoffen an Kinder verantworten müssen. Der Beschuldigte befand sich von Anfang 2012 während rund zweier Jahre in Untersuchungshaft und seither im vorzeitigen Massnahmenvollzug.

Im Januar 2012 hatte sich eine Mutter bei der Kantonspolizei Bern gemeldet und erklärt, dass ihre Kinder Opfer von sexuellen Übergriffen durch einen Mann geworden seien. Daraufhin wurden umfangreiche Ermittlungen eingeleitet, in deren Rahmen weitere Opfer ausfindig gemacht werden konnte. Im Verlauf der Ermittlungen wurde die Polizei zudem durch eine ausländische Polizeibehörde auf pornografisches Material aufmerksam gemacht, welches in einem Internetforum getauscht worden war. Auf mehreren Bildserien konnte der Beschuldigte identifiziert werden. Dadurch wurde es möglich, weitere Opfer ausfindig zu machen.

pd/ima

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