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1000 Quadratmeter, 1000 Artikel

Rund 1000 Artikel auf etwa 1000 Quadratmetern: Das ist das Rezept, nach dem der deutsche Discounter Aldi arbeitet. Morgen eröffnet er im Hohmad die erste Filiale in Thun. Die zweite ist im Grabengut geplant.

Bei Aldi ist alles genormt. Ob man in Australien, den USA, Hamburg, Zweisimmen oder ab morgen in Thun einen Laden der Discount Kette betritt – die Milch ist immer am selben Ort, ebenso die Hygieneartikel, die Wurst, der Käse sowie die restlichen rund 1000 Artikel des täglichen Gebrauchs. Alle Aldi-Kassen auf der Welt sehen gleich aus, in jedem Personal-Aufenthaltsraum stehen die gleichen Möbel, und auch die Büros der Filialleitungen gleichen sich wie ein Ei dem anderen.

Und wenn ein neuer Aldi-Markt seine Türen öffnet, geschieht das immer an einem Donnerstag. «Ja, Thun ist dieser Hinsicht eine grosse Ausnahme», sagt Aldi-Mediensprecher Sven Bradke. Auch sonst weicht der Aldi in der Hohmadüberbauung vom Original ab: Eine Wand weist eine Krümmung auf, und weil sich der Laden im ersten Untergeschoss befindet, ziehen sich Stützsäulen in zwei Reihen durch die rund 1000 Quadratmeter Verkaufsfläche.

Doch das Aldi-Motto gilt auch hier: «Wir bieten Topqualität zu dauerhaft günstigen Preisen. Aktionen gibt es deshalb nicht», sagt Bradke. Diese Tiefpreise kann Aldi anbieten, weil fast nur Eigenmarken im Angebot sind. «Damit können wir auf jedes Detail Einfluss nehmen und die Produktionskosten tief halten», so Bradke weiter. Am günstigen ist eine Tafel Schokolade für 45 Rappen, am teuersten ein Scotch Whisky für Fr. 27,99. Aldi drückte die Preise zusätzlich, indem keine Arbeitszeit und damit kein Geld in eine schöne Präsentation investiert werden: Die Produkte im Laden befinden sich in Kartonkisten, die aufeinander gestapelt sind.

Es wird immer abgerundet

Fast alle Preise bei Aldi sind ungerade, enden also mit einer Neun – die erwähnte Schokolade für 45 Rappen ist eine der Ausnahmen. Das Einkaufstotal wird an der Kasse abgerundet – und zwar immer. Damit der Kunde dort möglichst wenig Zeit verliert, sind die Strichcodes auf jedem Produkt gleich mehrmals aufgedruckt. «Die Zeit, die das Personal an der Kassen zum Scannen braucht, reduziert sich damit erheblich», sagt der Aldi-Sprecher. Ab morgen Samstag, 8 Uhr, können nun also auch die Thuner in die genormte Aldi-Tiefpreiswelt eintauchen und neue Produkte ausprobieren. Ein Risiko besteht dabei nicht: «Wer mit unserer Ware nicht zufrieden ist und den Kassabon noch hat, erhält das Geld zurück», sagt Bradke. Wirklich? Wenn ich den Orangensaft nach dem ersten Schluck als ungeniessbar taxiere und mich beschwere «Auch dann», betont Bradke. Wer morgen in Thun zu Aldi geht, geht nicht mit leeren Händen nach Hause: Das Unternehmen verteilt seinen Kunden Rosen und Süssigkeiten.

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