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STI als «wichtiger Wirtschaftsfaktor»

Die STI sind für die regionale Wirtschaft und die Bevölkerung wichtig. Sie schaffen eine Wertschöpfung von 36 Millionen Franken. Das wurde am STI-Apéro dargelegt.

«I gah mit em Bus». Das ist auf dem STI-Netz tagtäglich für Tausende aus der Region selbstverständlich. Darüber, welche Wertschöpfung die STI haben, macht sich kaum jemand Gedanken. Der Verwaltungsrat der STI wollte es genauer wissen und liess eine Studie erarbeiten. Diese wurde am gut besuchten, traditionellen STI-Apéro von Dozent Christoph Hauser (Hochschule Luzern) vorgestellt.

Sein Fazit: Die STI erschliessen die Region feingliedrig, machen damit den Arbeitsmarkt zugänglich und erweitern ihn. Sie sind ein wichtiger regionaler Wirtschaftsfaktor und wesentlicher Teil des Gesamtverkehrssystems. Sie spielen für Stadt und Land eine wichtige Rolle im gesellschaftlichen Leben.

«Der öffentliche Verkehr findet vor allem auf den Strassen statt», legte vorgängig STI-Direktor Thomas Wegmann dar. Der schweizerische Strassen-ÖV (Bus, Trolley, Tram) transportiert jährlich 1,3 Milliarden Personen. Das sind 75 Prozent aller Fahrgäste des ÖV. Die STI transportierten im letzten Jahr 15,8 Millionen Fahrgäste.

Referent Hauser hat in seiner Studie für die STI eine Wertschöpfung von 36 Millionen Franken oder 0,66 Prozent des regionalen Bruttoinlandprodukts ermittelt. Damit lösen die STI eine Wertschöpfung aus, die in der Grössenordnung von Branchen wie Beherbergung, Kunst, Unterhaltung und Erholung liegt. Diese haben ein Gewicht von je 0,6 Prozent. Das beweise, so Hauser, dass die STI «als wichtiger regionaler Wirtschaftsfaktor anzusehen». Denn die Mobilität begünstige den regionalen Wissenstransfer, die Wettbewerbsintensität, den Standortfaktor und die Flexibilität des Arbeitsmarktes.

Was wäre ohne Bus?

Hauser widerlegte die Kritik, dass bei Wertschöpfungsrechnungen die Beiträge der öffentlichen Hand (die STI bekommen pro Jahr um die 15 Millionen Franken) nicht aufgerechnet werden dürften. Das Fazit eines hypothetischen Szenarios ohne Bus: «Man kann die gleiche Mobilität nicht billiger haben, wenn man interne und externe Kosten und Nutzen zusammenzählt.» Ohne Bus gehe es nicht; oder nur unter massiven volkswirtschaftlichen Zusatzkosten. Ausserdem würde man rund um Thun noch mehr im Stau stehen.

Das Busangebot sichert die Mobilität in der Region – auch für jene, die es nur ab und zu nutzen. Es stellt die Mobilität für Schüler, Betagte, oder Massenveranstaltungen (Fussballspiele, Konzerte, Feste) sicher. «Rechnet man diese Resultate auf die Verhältnisse der Region Thun um, so ergibt sich ein Betrag ganz klar über dem Abgeltungswert», ist Christoph Hauser überzeugt.

Die STI seien ein kaum wegzudenkendes Glied. Sie übernähmen auch zwei wichtige Funktionen: die Grundversorgung von ländlichen Gebieten und die Sicherstellung effizienter Verkehrsbewältigung im städtisch geprägten Gebiet. «Wir wollten unseren Partnern aus Politik und Wirtschaft diese Fakten mal wieder zum Bewusstsein bringen», begründete Direktor Thomas Wegmann die Studie. Vor allem im Hinblick auf die Zukunft, mit Standortsuche und Ausgestaltung des nächsten Angebotskonzeptes.

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