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Thun siegt wieder auf höchster Stufe

Murat Yakin hat sein Team gegen Xamax umgestellt. Der Thun-Trainer ärgerte sich vor der Partie über mangelnden Respekt.

Ein toller Auftritt sei das gewesen, sagten die Thuner Spieler gestern, nachdem sie in Neuenburg ein 0:2 in ein 3:2 verwandelt hatten. «Wir hatten Spass auf dem Platz und haben gezeigt, dass wir guten Fussball spielenkönnen», sagte Mittelfeldspieler Roland Bättig. Über zwei Jahre waren zuvor vergangen, seit der FC Thun einen Sieg in der Super League gefeiert hatte. 2:1 lautete das Resultat 12.April 2008 im Thuner Lachenstadion zugunsten der Gastgeber. Gegner war Xamax gewesen. Milaim Rama ist der einzige Spieler der aktuellen Mannschaft, der auch damals gegen Xamax zum Einsatz kam. Der Stürmer erzielte in der 84.Minute sogar den Siegestreffer. Gestern wurde Rama nach 64 Minuten für Angreifer Giuseppe Morello eingewechselt, der den ersten Thuner Treffer erzielt hatte. Benjamin Lüthi hatte 2008 den bis gestern letzten Thuner Erfolg in der höchsten Spielklasse während 90 Minuten von der Ersatzbank aus verfolgt. Gestern stand der 21-Jährige in der Startformation, nachdem er eine Woche zuvor gegen YB gesperrt gewesen war. Lüthis Leistung als rechter Aussenverteidiger war symptomatisch für den Thuner Auftritt in Neuenburg. Über seine Seite gelang Carlos Varela der Vorstoss, der zum Penalty und zum frühen Rückstand des Aufsteigers führte. Mit fortlaufender Spieldauer steigerte sich Lüthi jedoch. Bis zu seiner Auswechslung kurz vor Schluss war er an vielen guten Aktionen beteiligt. «Er hat einen Moment gebraucht, um sich zurechtzufinden. Danach war ich mit seiner Leistung zufrieden», sagte Murat Yakin. Thuns Trainer hatte im Vergleich zum Spiel gegen die Young Boys weitere Umstellungen vorgenommen. Nach überstandener Wadenzerrung gab Innenverteidiger Stipe Matic sein Debüt für den FC Thun. Dafür musste Marc Schneider, als linker Aussenverteidiger vorgesehen, wegen einer Angina zu Hause bleiben, und Stefan Glarner sass trotz seiner guten Leistung gegen YB auf der Ersatzbank. «Es war spannend, zuzuschauen, wie die Mannschaft auf die Umstellungen und auf die verschiedenen Situationen im Spiel reagierte», sagte Yakin. Mit weiteren couragierten Auftritten werde sich der FC Thun «den Respekt erkämpfen, den wir verdienen». Yakin hatte sich geärgert, dass die Partie seines Teams als einziges Spiel der Runde im Bezahlsender Teleclub nicht live zu sehen war. Busaccas Rückkehr Eine Art Comeback gab in Neuenburg gestern Massimo Busacca. Nach seinem missglückten Abstecher an die WM nach Südafrika, wo er aus politischen Gründen nur ein Spiel hatte leiten dürfen, kehrte der beste Schweizer Schiedsrichter auf der Maladière in die Super League zurück. In die Vergangenheit blicken mochte er gestern nicht mehr: «Was in Südafrika geschah, habe ich längst hinter mir gelassen», sagte Busacca. aww >

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