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Thun: Haller macht für Lanz den Weg frei

StadtpräsidiumRaphael Lanz (SVP) hat bei den Wahlen fürs Thuner Stadtpräsidenten-Amt am meisten Stimmen geholt: 5696 stimmten für ihn, 3707 für Peter Siegenthaler (SP) und 3149 für Ursula Haller (BDP). Bereits gestern Abend zog Haller die Konsequenzen: Sie tritt zum zweiten Wahlgang nicht an.

Die Spannung in der Mensa der Thuner Gewerbeschule war gross als der Vizestadtschreiber die Resultate der Wahlen ums Stadtpräsidium bekanntgab. Die bisherige Vizestadtpräsidentin Ursula Haller (BDP), welche die Wiederwahl in den Gemeinderat bravourös geschafft hatte, kam nur auf 3149 Stimmen, der ebenfalls wiedergewählte Gemeinderat Peter Siegenthaler (SP) auf 3707 Stimmen und der neu in den Gemeinderat gewählte Raphel Lanz (SVP) schwang mit 5696 Stimmen ganz klar obenaus. Die drei Kandidaten der Mitte fielen aus dem Rennen, da sie bereits an der Hürde einer Wahl in den Gemeinderat gescheitert sind. Damit ist klar: Da das absolute Mehr von 7130 Stimmen nicht erreicht wurde kommt es am kommenden 12. Dezember zu einem zweiten Wahlgang ums Amt des Thuner Stadtpräsidenten. Ursula Haller verzichtet Bereits gestern Abend entschied sich Ursula Haller, dass sie zu diesem zweiten Wahlgang nicht mehr antreten wird. «Nach diesem Ergebnis ist für mich ganz klar: Ich werde auf einen zweiten Wahlgang verzichten, um damit Raphael Lanz den Weg frei zu machen», sagte Haller gegenüber dieser Zeitung. Dieser Entscheid sei definitiv, auch wenn heute Montagabend noch eine Parteiversammlung stattfindet. Man habe sich mit der SVP abgesprochen und hoffe nun auf eine gute Zusammenarbeit im Gemeinderat. Auch wenn sie noch Panaschierstimmen erhalten würde, wäre dies sicher nicht ausreichend. Im Gegenzug wird Ursula Haller nun definitiv bei den nächsten Nationalratswahlen wieder antreten. «Nach dem guten Ergebnis in den Gemeinderatswahlen kann ich das selbstbewusst tun», meinte Haller. Siegenthaler überlegt es sich Peter Siegenthaler freut sich zwar über seine Wiederwahl als SP-Gemeinderat, zeigte sich jedoch vom starken Resultat von Raphael Lanz (SVP) im Rennen um das Stadtpräsidium überrascht. «Meine Aussichten für den zweiten Wahlgang sind ausserordentlich schwierig einzuschätzen», sagt er. Die Differenz von 1989 Stimmen sei beträchtlich, und wer am 12. Dezember die Stimmen der nicht mehr antretenden Kandidaten erhalte, sei schwierig zu beurteilen. «Ich werde gemeinsam mit der Partei entscheiden, ob ich tatsächlich noch einmal antrete», sagte Peter Siegenthaler. David Külling (EDU) sei wegen der nur 411 Stimmen nicht enttäuscht: «Ich bin zufriede, denn, mein Resultat ist realistisch. Wir werden nun im zweiten Wahlgang Raphael Lanz unterstützen», erklärte er. Konrad Hädener (CVP) analysierte sein Ergebnis nüchtern. «Ich bin zufrieden, mit einer Wahl konnte ich nicht ernsthaft rechnen», sagte Hädener, der jedoch als Stadtrat wiedergewählt wurde. Roland Drenkelforth Franziska Streun/mik >

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