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thema sicherheit + Altstadt

Soll der FC Thun mehr für die Sicherheit zahlen? Wie ist die Lage in der Altstadt? Die Stapi-Kandidaten bekennen Farbe.

Am letzten Samstag wüteten Sion-Fans nach dem Spiel gegen Thun am Thuner Bahnhof (wir berichteten). Kein Wunder, kam das Thema aufs Podiumstapet. Für Sicherheitsvorsteher Peter Siegenthaler besteht kein Zweifel: Die Sicherheitskosten von 900000 Franken, die in Thun wegen Sportanlässen privater Veranstalter anfallen, sind «absolut unverhältnismässig». Er erzählte, dass ein Sion-Fan gegen Polizisten ausfällig geworden sei, worauf diese ihn gepackt hätten. «Dummerweise war er der Anführer der Fans.» Daraufhin ging das Tohuwabohu los. Er verneinte, dass der Bahnhof besser geschützt werden könne: «Solche Dinge sind nicht voraussehbar.» Einfach mal mit 200 Polizisten alles abriegeln, würde auf Unverständnis stossen. Er sprach von 250 bis 300 Stockbesoffenen, die für Krawall gesorgt hätten. Für Alkohol in Stadien habe er kein Verständnis. Auch David Külling ist der Meinung, das Alkoholangebot müsse klar eingeschränkt weden. Raphael Lanz sprach sich für eine einheitliche Regelung in allen Städten aus, «damit einzelne Clubs nicht benachteiligt werden». Einig waren sich alle sechs in einem Punkt: Dass der FC Thun mehr als die für diese Saison beschlossenen 15 Rappen pro Zuschauer an die Sicherheitskosten ausserhalb des Stadions berappen muss. Sorge tragen zur Innenstadt: Das habe er als Sachkommissionspräsident vor vier Jahren Siegenthaler auf den Weg gegeben, sagte Külling. «Er hat das vorbildlich, manchmal fast übereifrig gemacht.» Lanz hätte sich eine zügigere Umsetzung der Videoüberwachung gewünscht. Der Gerichtspräsident betonte: «Es gibt tatsächlich Verurteilungen aufgrund der Videobilder!» – «Nizza hat 600 Kameras; wieviele braucht es in Thun?», fragte TT-Redaktionsleiter Roland Drenkelforth. «Vorläufig fünf», erklärte Siegenthaler, der sich vor allem auch eine präventive Wirkung verspricht. Was es tatsächlich bringt, werde ausgewertet. Für Hans Kipfer stimmt der eingeschlagene Weg. Er brach zudem eine Lanze für Zivilcourage: «Wir müssen wieder lernen hinzuschauen.» Ein Votum, das Ursula Haller unterstützte. Und: An jeder Ecke eine Kamera kann sie sich nicht vorstellen. «Alles mit Mass» – «Big Brother» wäre ihr «too much». mik>

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