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thema finanzen + steuern

Was bringt die Steuersenkungsinitiative? Wie und wo wollen sie sparen? Die Stapi-Kandidaten bekennen Farbe.

«Um den Finanzhaushalt ins Lot zu bringen, könnte man ja ein paar weitere Gafnerkreuzungen einrichten», flachste Moderator und TT-Chefredaktor René E. Gygax– und hatte die Lacher auf seiner Seite. Zur Erinnerung: An der Thuner Gafnerkreuzung hagelte es wegen der kurzen Gelbphase Bussen, wie Berichte in dieser Zeitung und eine Flut von Leserbriefen aufdeckten. Dass das Rezept nicht so einfach ist, zeigte die Diskussion mit den Stapi-Kandidaten rund um Finanz- und Steuerfragen. Einig waren sich alle sechs: Die von FDP- und SVP-Exponenten lancierte Steuersenkungsinitiative, die eine Reduktion von 1,74 auf 1,54 Einheiten will, ist der falsche Weg. «Als strategische Zielsetzung ist die Steuersenkung richtig», bekannte Raphael Lanz. «Aber so geht es nicht, da kann ich nicht mitmachen.» Schädlich findet Konrad Hädener die Initiative – und warf FDP und SVP, wo sich das Establishment zurückhalte, ein Doppelspiel vor. Peter Siegenthaler hingegen stellte amüsiert fest, dass «nicht nur bei der SP Differenzen zwischen Basis und Führungsspitze bestehen». Von «reiner Augenwischerei» und «Fahrlässigkeit», weil 10 Millionen Franken wegfallen würden, sprach Ursula Haller. «Den Leuten wird Sand in die Augen gestreut», monierte Hans Kipfer. Und David Külling gab zu bedenken, dass zuerst die anstehenden Infrastrukturprojekte umgesetzt werden müssten. Patentrezepte, was gegen Rechnungsdefizite unternommen werden kann, hatte am Podium niemand parat. Für Gemeinderätin Haller ist klar, dass die Thuner Verwaltung nicht überdotiert ist. Kollege Siegenthaler widersprach: «Dass in der Verwaltung gar keine Luft mehr drin ist, würde ich so nicht unterschreiben.» Aufgeblasen sei der Stellenetat aber nicht. Hädener betonte, ein Personalabbau ohne Verzicht auf gewisse Dinge funktioniere nicht. Lanz erkennt ein Problem beim Steueraufkommen der juristischen Personen. «Deshalb bin ich ein überzeugter Verfechter davon, die KMU zu fördern.» Auch Haller betonte die Wichtigkeit einer guten Wirtschaftsförderung – wie aktuell bei der Firma Meyer Burger, die in Thun bleiben und einen neuen Hauptsitz auf Land der Stadt bauen will (vgl. Ausgabe von gestern).Michael Gurtner>

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