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Tausende stranden im Stossverkehr

PendlerEine Fahrleitungsstörung beim Bahnhof Bern Wankdorf sorgte gestern im morgendlichen Zugverkehr für massive Verspätungen und

Gestern Morgen kamen Tausende Pendlerinnen und Pendler zu spät zur Arbeit. Eine Fahrleitungsstörung im Bereich des Bahnhofs Bern Wankdorf sorgte für zahlreiche Zugausfälle und Verspätungen bis zu 30 Minuten. Betroffen waren die Strecken Olten–Bern, Biel–Bern und Thun–Bern. S-Bahn-Züge wurden in Zollikofen und Ostermundigen angehalten; die Reisenden mussten auf den Regionalverkehr Bern-Solothurn (RBS) oder auf Busse von Bernmobil umsteigen. Erst gegen neun Uhr verkehrten die Züge wieder fahrplanmässig. SBB-Sprecher Christian Ginsig sprach von einer «riesigen Störung». «458 Züge waren von der Störung betroffen», sagte er gestern auf Anfrage. Auslöser des Chaos war laut Ginsig ein Postwagen aus Genf, der nachts um 1.30 Uhr im Bereich des Bahnhofs Wankdorf eine Fahrleitung touchierte und beschädigte. «Ein Fahrleitungsteam versuchte sofort , die Leitung zu reparieren.» Nach dem Einschalten des Fahrstroms in den Morgenstunden traten Kurzschlüsse auf, erklärt Ginsig. Wankdorf: Neuralgischer Ort Bei dieser Zeitung meldeten sich SBB-Kunden, die in den Zügen schlecht oder gar nicht über die Ausfälle und Verspätungen informiert worden waren. So schrieb ein Leser, der mit einem IC von Spiez nach Bern unterwegs war: «Obwohl die SBB wussten, dass der Zug nicht nach Bern fahren kann und die Passagiere in Ostermundigen umsteigen müssen, wurde in Spiez weder durch eine Lautsprecherdurchsage noch durch das anwesende Zugpersonal über die Störung informiert.» SBB-Sprecher Ginsig erklärt: «Bei solch massiven Zwischenfällen wird das Zugpersonal per SMS benachrichtigt. In den Zügen hängt die Information der Kunden also vom Fahrpersonal ab.» In Bern hätten sogenannte Kundenlenker die Pendler informiert. Im aktuellen Fall sei die Störung aber so gross gewesen, dass möglicherweise tatsächlich nicht alle SBB-Kunden optimal informiert worden seien. «Der Bahnhof Wankdorf ist einer der neuralgischsten Punkte des gesamten Bahnnetzes», erklärt Ginsig. Wenn dort eine Störung eintrete, seien immer sehr viele Züge betroffen. ahl/pd>

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