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«Super, mir hei vo allem e chli»

Die Genossenschaft Landi Därstetten eröffnet ihren Neubau. Obschon daran gross «Landi» prangt, gilt der Dorfladen als Zwitter. «Unser Angebot deckt

Nach halbjähriger Bauzeit ist es morgen soweit: Die Genossenschaft Därstetten eröffnet ihren Neubau. Geschäftsführer Jürg Knutti betont: «Es ist kein Landi-Laden im eigentlichen Sinn, sondern ein Dorfladen. Obschon der Landi-Schriftzug gross am Gebäude prangt, weist das im Signet fehlende Gelb darauf hin, dass es nicht ihrem Konzept entspricht.» Rund 80 Prozent der Verkaufsartikel werden weiterhin von Fenaco (Landi/Volg) geliefert – allerdings zu schlechteren Konditionen als bisher. Die restlichen Produkte stammen von Anbietern der Region. «Wir bieten weiterhin ein Standard-Sortiment für unsere Bauern an. Dieses hat aber nicht mehr Priorität und wir führen kein Heu- und Strohlager mehr», sagt Genossenschaftspräsident Hansulrich Treuthardt. «Bei diesem Zwitter-Modell laufen noch die Verwaltung und die Agrarhandelsplattform mit Futtermitteln über Landi.» «Sind gern Rosinenpicker» Der Präsident zeigt sich sehr zufrieden und meint: «Mir si i däm Fall für üsi Chunde gärn Rosinepicker: Mir hei vo allem e chli.» So umfasst das Selbstbedienungs-Sortiment nun auf einer Gesamtfläche von 300 Quadratmetern frisches Brot (bis Ladenschluss), Molkereiprodukte und Fleischwaren, viele andere Lebensmittel, Haus- und Gartenartikel, Wein sowie alkoholfreie Getränke, Obst und Gemüse, Kleintierfutter, Pflanzen und Sträucher. Der Laden verfügt zudem über eine Bistro-Ecke. «Wir hoffen, zunehmen Kundschaft von der Strasse – vom Durchgangsverkehr – gewinnen zu können», sagt Geschäftsführer Knutti. «Dazu dürfte auch die durchgehend geöffnete Agrola-Tankstelle beitragen.» Nebst vier Betankungsplätzen bietet diese eine Hochleistungs-Zapfsäule mit Diesel für Lastwagen. Eine Art Pilotprojekt Der in Därstetten für rund 2,5 Millionen Franken entstandene Betrieb entspricht wie erwähnt nicht Fenaco-Spielregeln. «Doch das hier entstandene Pilotprojekt könnte für kleine Landi-Genossenschaften Modellcharakter bekommen», meint Knutti. «Mit einer Shop-Variante wäre unser Sortiment stark eingeschränkt worden – jetzt haben wir es ausgebaut. Und ein weiteres Plus: Unser Laden ist auch am Wochenende geöffnet.» Um wirtschaftlich überleben zu können brauche man das ganze nun erreichte Angebots-Päckli. Anfängliche Fusionsabsichten mit der Landi Oey-Diemtigen hätten sich rasch zerschlagen, sagt Treuthardt. «Bereits deren Vorstand zeigte kein Interesse – heute sind wir froh, eine eigenständige Genossenschaft geblieben zu sein.» Neue Genossenschafter Unter den ursprünglich 128 Genossenschaftern fanden sich viele Senioren. Präsident Treuthardt erklärt: «Immerhin rund 30 Bisherige blieben uns und dem Neubauprojekt treu. Der heutige Bestand von 77 Mitgliedern umfasst jetzt viele Nichtbauern.» Um das nötige Eigenkapital aufbringen zu können, mussten sie je fünf Anteilscheine zu 1000 Franken zeichnen. Die neue Milchsammelstelle ist zwar im Gebäude integriert, aber von dessen Betrieb unabhängig. «Wir haben uns auf ein Pachtverhältnis geeinigt: 40 Landwirte liefern ihre Milch dort an.» Mit der Planung einer neuen Landi hatte man in Därstetten vor vier Jahren begonnen. Treuthardt sagt: «Dank einer rationellen Bauführung konnte der Neubau dann innert sechs Monaten realisiert werden. Zum Festen haben wir nun wirklich allen Grund.»Peter Rothacher Eröffnung Dorfladen: Freitag, 30. Oktober. Eröffnungsfest in der Turnhalle: Samstag, 31. Oktober, um 19 Uhr. Ladenöffnungszeiten: Montag bis Freitag von 6 bis 19 Uhr, samstags von 6 bis 17 Uhr sowie sonntags von 8 bis 11 Uhr und von 16 bis 18 Uhr. >

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