Zum Hauptinhalt springen

Statt Holzscheite nun Holzschnitzel

TrachselwaldZuerst

Mit einem Brief informierten Kathrin und Simon Scheidegger die Dorfbewohner. «Und wir bekamen viele Rückmeldungen», erzählt Kathrin Scheidegger. Gut die Hälfte der Liegenschaftsbesitzer in Trachselwald hätten ihr Interesse angemeldet, ihre Häuser sofort oder mittelfristig an eine Fernwärmeheizung anzuschliessen. Stallung wird zum Heizraum Die Ernüchterung erfolgte nach dem Informationsabend im letzten Oktober. «Nachdem wir über den Zeitrahmen und die anfallenden Kosten gesprochen haben, hielt sich die anfängliche Euphorie in Grenzen», sagt Scheidegger. Das Vorhaben schien im Sand zu verlaufen. Doch zwei Besitzer von Einfamilienhäusern hielten an der Idee fest und suchten das Gespräch mit den Initianten. Mit Erfolg: Das neuste Projekt sieht nun vor, sechs Gebäude, darunter das Bauernhaus von Scheideggers und das dazugehörende Stöckli, an die Schnitzelheizung anzuschliessen. Im Endausbau könnten noch zwei weitere Liegenschaften dazukommen, sodass dann insgesamt acht Liegenschaften mit Wärme bedient würden, meint Kathrin Scheidegger. Geplanter Standort der Schnitzelheizung und des Lagerraumes ist der ehemalige Pferdestall im Bauernhaus von Scheideggers. Ein Wärmeverbund wird nicht gegründet, das Ehepaar betreibt die Fernwärmeheizung auf privater Basis. Das nötige Holz wird aus dem eigenen Wald der Bauernfamilie stammen. Gerechnet wird mit Gesamtkosten von 200000 Franken. Arbeiten starten im Herbst Die Heizung verfügt über eine Wärmeabgabe von 70 Kilowatt. «Ausbaubar auf 90», präzisiert Kathrin Scheidegger. Sie rechnet mit einem Preis von rund 12 Rappen pro Kilowattstunde. Im Herbst sollen die Bauarbeiten beginnen und die rund 200 Meter lange Fernheizleitung verlegt werden. Und so hat für Kathrin Scheidegger das mühsame Schleppen von Holzscheiten bald ein Ende. «Wir beheizten bis anhin das Bauernhaus mit einem Holzherd von der Küche aus», erklärt sie. In ganz kalten Zeiten sei jeweils die Elektroheizung zugeschaltet worden. Jacqueline Graber >

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch