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Ständiger Wechsel kostet

Treue wird noch

Ausgabe vom 21.Oktober «Krankenkassenprämien. Gegen Kostenexplosion» Nach neuesten Informationen wird ungefähr jede fünfte Person die Krankenkasse per 1.Januar 2010 wechseln. Ein Krankenkassenwechsel verursacht Verwaltungskosten, was künftig wieder zu Prämienerhöhungen führt. Mein Vorschlag wäre, dass die Krankenkassen die so verursachten Verwaltungskosten den betreffenden Personen, also denjenigen, die einen Wechsel vornehmen, direkt in Rechnung stellen. Dadurch würden diejenigen Personen, die keinen Krankenkassenwechsel vornehmen, nicht bestraft. Es würde sich dadurch vielleicht lohnen, der Krankenkasse treu zu bleiben. Albrecht MüllerThunLimit erreicht Seit 1955 zahle ich bei der KPT meine monatlichen Prämien für Halbprivat mit Spitalzusatzversicherung. Da ich mich nach wie vor einer guten Gesundheit erfreue, musste ich die Versicherung noch nie gross in Anspruch nehmen. So bezahlte ich monatlich: 1955 Fr. 4.60 1960 Fr. 7.– 1970 Fr. 90.40 inkl. für 4 Kinder 1980 Fr. 182.30 inkl. für 4 Kinder 1990 Fr. 116.50 allein stehend 2000 Fr. 348.70 allein stehend, plus Unfallzusatz und Reiseversicherung 2010 Fr. 587.90 allein stehend, plus Unfallzusatz und Reiseversicherung. Das Limit ist für mich erreicht. Seit 5 Jahren keine Rentenerhöhung mehr. Dies bedeutet eine Zuwachsrate in 50 Jahren von 8298,57% Umgerechneter Durchschnitt auf ein Jahr = 165,97% Prämienerhöhung! Kaum vorstellbarMax HeimbergGrosshöchstetten Palliativmedizin Ausgabe vom 24.Oktober «Letzter Lebensabschnitt. Eine zivilisatorische Aufgabe» Gleich zwei wichtige ethische und medizinische Themen wur- den vergangene Woche in den Medien bekannt gegeben: Bundesrätin Widmer-Schlumpf wird Vorschläge zum Thema Sterbehilfe unterbreiten, und Gesundheitsminister Couchepin hat das Konzept Palliative Care (Palliativmedizin) vorgestellt. Sowohl Sterbehilfe als auch das Konzept Palliative Care betreffen vordergründig und in erster Linie ältere, vor allem kranke Menschen, die sich sehr oft in einer fast aussichtslosen Situation befinden. Erfreulich ist, dass Widmer-Schlumpf für die Sterbehilfeorganisationen Dignitas oder Exit Regeln schaffen will, damit vor allem den Auswüchsen des menschenunwürdigen Sterbetourismus der Riegel geschoben wird. Erfreulich ist aber auch, dass das Konzept Palliative Care in den nächsten drei Jahren gesamtschweizerisch umgesetzt werden soll. Dazu braucht es aber sehr viel Basisarbeit, da viele Menschen gar nicht wissen, was Palliativmedizin ist. Zu dieser Basisarbeit gehören in erster Linie die Information und Sensibilisierung der Bevölkerung für dieses Thema, gut ausgebaute Versorgungsnetze, palliative Angebote der Sterbebegleitung, Weiterbildung und gut ausgebil- detes Pflegepersonal. Für eine breite Aufklärung wären nationale und regionale Alters- und Rentnerorganisationen die idealen Partner! Joseph ZossoSchmitten Die Sache mit dem Selbstbehalt Ausgabe vom 27.Oktober «Krankenkassen-Abc. Mit Generika Kosten sparen» Im Artikel wird behauptet, dass seit 2006 Patienten in der obligatorischen Grundversicherung 20% Selbstbehalt bezahlen müssen, wenn ihnen statt des Generikums das Original verschrieben werde. Diese Information ist nur zum Teil richtig. Die Regelung gilt nur, wenn bei Patentablauf der Preis eines Medikamentes nicht substanziell reduziert wird. Wird der Preis jedoch freiwillig gesenkt, gilt für die-ses Medikament weiterhin 10% Selbstbehalt, gleich wie beim Generikum. In der Praxis senken die Originalhersteller nach Patentablauf ihre Preise, um im Wettbewerb mit den Generika mithalten zu können. Dass die Preise für Originale nicht gesenkt werden, ist eher die Ausnahme. Mit diesem von der Politik gewollten Wettbewerb sind die Preisabstände zwischen der Originalmedikamenten und Generika massiv geringer geworden. In der Praxis beträgt die Preisdifferenz vielfach nur noch wenige Prozente, nicht wie aufgeführt 25 bis 75%. Walter P.HölzlePräsident Vips Vereinigung Pharmafirmen in der Schweiz, ZugWo Investitionen sinnvoll sind Ausgabe vom 26.Oktober Leserbrief «Stellen sind gefährdet» Angesichts der Arbeitsplatz-Angstmacherei der Rüstungslobby lohnt sich ein Blick auf die Wirtschaftszweige, die sich echten Zukunftstechnologien widmen. Eine Umstellung der bisherigen Stromproduktion auf erneuerbare Energien und die Forcierung der Energieeffizienz würde nicht nur 10 Milliarden Tonnen CO2-Emissionen vermeiden, sondern weltweit Millionen von Arbeitsplätzen schaffen. Dies hat eine von Greenpeace und dem European Renewable Energy Council veröffentlichte Studie ergeben. Damit auch die Schweiz von dieser Entwicklung profitieren kann, muss sie bereit sein, in diesem Bereich zu investieren. Die Volksinitiative für ein Verbot von Kriegsmaterialexporten sieht Massnahmen vor, die genau in diese Richtung zielen. 60000 neue Arbeitsplätze in absehbarer Zeit sind realistisch, und das genau in jenem Industriebereich, in dem auch die Rüstung angesiedelt ist. Ein Ja zur Waffenexport-Initiative böte die Chance, Tausende von nachhaltigen und ethisch vertretbaren Arbeitsplätzen zu schaffen. Franziska TeuscherVizepräsidentin Grüne Schweiz Bern Argumente überzeugen nicht Ausgabe vom 22.Oktober «Berner KMU. Scharfe Kritik an Rot-Grün» Der Verband Berner KMU ist mit der aktuellen Regierung unzufrieden und unterstützt deshalb bei den kommenden Wahlen ausschliesslich die sogenannt «bürgerlichen» Regierungsratskandidierenden. Dabei wird noch geheuchelt, man hätte «gerne auch richtige Gewerbler vorgeschlagen». EVP-Kandidat Patrick Gsteiger, ein durchaus «bürgerlicher» Politiker, ist von allen Kandidierenden der einzige Unternehmer. Er führt in Moutier zusammen mit seinem Bruder eine kleine Firma im Bereich Bautechnik. Wenn sich der Verband Berner KMU gemäss eigenen Zielen für eine starke unternehmerische Präsenz in der Politik einsetzen will, ist die Nichtunterstützung von Patrick Gsteiger schlicht ein Witz. Geradezu absurd ist die Tatsache, dass für den garantierten Sitz des Berner Juras an Stelle von Gsteiger ein Funktionär aus der Bundesverwaltung zur Wahl empfohlen wird. Es drängt sich die Vermutung auf, dass Berner KMU ganz andere Interessen vertritt als diejenigen der kleineren und mittleren Unternehmen. Ruedi LöffelGrossrat EVPMünchenbuchsee Die Wahrheit Ausgabe vom 24.Oktober «Jean Ziegler. Zorniger Prediger gegen den Westen» «Ich störe die Lüge der Herrschenden»: Jean Ziegler spricht das aus, was von einer Mehrheit erschrocken abgeklemmt wird, eh sich der Gedanke formen kann.Susanne SchafrothThun Hüst und hott in der Energiepolitik Ausgabe vom 26.Oktober Leserbrief «Atomenergie. Da hat sich Herr Eicher etwas zu früh gefreut» Ich hätte ich da noch einige Fragen an den Verfasser. Wer sind etwa die «namhaften Energiespezialisten», was heisst «kluger Energieproduktionsmix» im Detail, wer ergreift die «wirksamen Massnahmen», und wer «schafft die Anreize» zum Energiesparen? Und warum sind «in erster Linie die Politiker gefordert», müssen wir gewöhnlichen «Nichtpolitiker» keine Energie sparen? Oder stellt sich das der Verfasser so vor, wie es kürzlich praktiziert wurde? Aufruf an die Bevölkerung, Stromsparlampen zu kaufen. Medienwirksame Beschlüsse der Politiker, die gewöhnliche Glühbirnen zu verbieten. Aber gleichzeitig Eisproduktion in der Postfinance-Arena ab August und Beschneiung der Skipisten im Oktober? Adrian JunkerEnggistein Stolz verloren Ausgabe vom 28. Oktober «Schweiz/Libyen. Vermittlungen angeboten» Wohin führt das noch? Wir lassen uns von Ghadhafi an der Nase herumführen, der Schuhwerfer gegen Präsident Bush lebt nun in der Schweiz, wir beabsichtigen, Guantanamo-Häftlinge aufzunehmen. Um uns im Ausland noch unbeliebter zu machen, verhaften wir nach über 20 Jahren Polanski. In einigen Ortschaften im Kanton Bern werden (unglaublich, aber wahr!) in den Malschulbüchern die «Säuli» überklebt, damit die Moslems beim Ausmalen der Bildli kein Problem haben! Im Kanton Zürich werden Schulinformationen an die Eltern in mindestens acht Sprachen mit nach Hause gegeben. Wo gibt es so etwas auf der Welt? Wir verkaufen Hotels an Araber, wir verkaufen jede Menge Land an Ausländer. Die Unruhen in der Stadt und die Schwierigkeiten in den Schulen nehmen zu. Es dauert nicht mehr lange, dürfen unsere Frauen nur noch mit Kopftuch in die Stadt. Die ganze Schweiz macht die Faust im Sack, aber niemand darf etwas sagen. Wir sind ein Volk von Duckmäusern geworden. Wir haben keinen Stolz mehr! Peter WidmerThun >

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