Zum Hauptinhalt springen

SP lässt Lumengo fallen

ProzessDer Berner SP-

Das Strafeinzelgericht Biel-Nidau hat gestern den Berner SP-Nationalrat wegen Wahlfälschung zu einer bedingten Geldstrafe verurteilt. Bei den Berner Grossratswahlen 2006 füllte er 44 Wahlzettel eigenhändig aus. Lumengo kündigte an, das Verdikt anzufechten. Bis ein rechtskräftiges Urteil vorliege, sei er unschuldig und trete auch nicht als Nationalrat zurück, sagte Lumengo vor Medien. Mit diesem Vorgehen isoliert sich der Bieler Politiker in der eigenen Partei. So machte der Berner SP-Präsident gestern Abend gegenüber dieser Zeitung unmissverständlich klar, dass Lumengo als Nationalrat nicht mehr tragbar sei: «Er hat persönlich fremde Wahlzettel ausgefüllt – das liegt für einen Nationalrat nicht drin.» Er suche nun das Gespräch mit Lumengo. Da werdeer ihm erklären, dass es auch für Lumengo selber besser sei, rasch einen Schlussstrich zu ziehen. Auch Christian Levrat, Präsident der SP Schweiz, forderte den 47-jährigen Bieler Politiker auf, «sofort als Nationalrat zurückzutreten». Selbst wenn es noch Rekursmöglichkeiten gebe – politisch seien die Würfel gefallen. Die SP-Verantwortlichen können Lumengo zwar unter Druck setzen, sie können ihn aber nicht zum Rücktritt zwingen. Möglich wäre aber beispielsweise ein Ausschluss aus der Bundeshausfraktion.kiSeite 15>

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch