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Sommer-bilanz 2011 und Ausblick auf 2012

Der Sommer 2011 wird als

«Die Passagierzahlen im Sommer sind gegenüber dem Vorjahr eingebrochen», sagt Hans Meiner, Leiter der BLS Schifffahrt Berner Oberland. Er spricht von rund 20 Prozent Einbussen auf dem Thuner- und rund 10 Prozent Einbussen auf dem Brienzersee per Ende August; schweizweit geht er von einer leicht positiven Entwicklung aus. Als Ursache ortet Meiner eine Kombination verschiedener Faktoren: Mit Ostern Ende April habe die Saison spät gestartet, und die Schifffahrt hat nicht vom sommerlichen April profitieren können; der Juli hingegen sei wegen des Wetters branchenweit sehr schlecht gewesen. Mit dem starken Franken seien zum Teil ausländische Gäste ausgeblieben. Und: Auf dem Thunersee sei die Reduktion von acht auf fünf Kurspaare zwischen Thun und Interlaken und einem Kurspaar zwischen Thun und der Beatenbucht stark ins Gewicht gefallen. «Wenn das Angebot so reduziert wird, fallen zahlreiche Möglichkeiten weg, mit dem Schiff zu fahren. Da sind Einbussen logisch», sagt Meiner, betont aber auch, dass lineare Rückschlüsse auf das finanzielle Ergebnis nicht möglich seien. Mehr Kursschiffe 2012 Mit Blick auf das nächste Jahr haben Hans Meiner und sein Team deshalb den Fahrplan wieder ausgebaut (vgl. Interview). Während der Sommersaison 2012 verkehren auf dem Thunersee sechs Kurspaare zwischen Thun und Interlaken plus eines zwischen Thun und Merligen. Weiter fährt das letzte Schiff von Interlaken nach Thun erst um 18.10 Uhr. «Diesen Kurs wollen wir während der ganzen Saison als Sonnenuntergangsfahrt positionieren. Zudem soll die Saison länger dauern: Der Frühlingsfahrplan startet bereits Anfang April; der Sommerfahrplan dauert künftig von Mitte Mai bis Ende Oktober. Das bedeutet, dass auch das Dampfschiff Blümlisalp länger verkehrt als heute. Der Herbstfahrplan entfällt künftig. Walliser Fahrgäste anwerben Hans Meiner sagt: «Wir haben den Fahrplan nicht nur quantitativ angepasst, sondern auch qualitativ.» Sprich: Auf dem Brienzersee etwa wurden die Kurse neu so gelegt, dass die Schiffspassagiere direkten Anschluss in Richtung Ballenberg, Brienzer Rothorn oder Brünig haben – und umgekehrt, wenn sie aus einer dieser drei Destinationen kommen. «Heute klappen diese Anschlüsse nicht.» Ferner verkehren die Schiffe auf dem Brienzer- und Thunersee künftig immer zur gleichen Zeit. In Interlaken-Ost fahren sie jeweils 7 Minuten nach der vollen Stunde in Richtung Brienz ab, in Thun jeweils 20 Minuten vor der vollen Stunde in Richtung Interlaken. «So sind die Abfahrts- und Ankunftszeiten der Schiffe auf die Ankunfts- und Abfahrtszeiten der Züge an den Bahnhöfen Thun, Interlaken und Brienz ausgerichtet», erklärt Meiner. Der Preis: Die Schiffe müssen etwas schneller fahren und brauchen so mehr Sprit, was Mehrkosten verursacht. «Wenn wir wollen, dass die Fahrgäste die Schifffahrt als Teil eines Gesamtausflugserlebnis nutzen, müssen wir das in Kauf nehmen», sagt Meiner. Als Errungenschaft bezeichnet er, dass die Abfahrtszeiten der Kursschiffe in Thun auf die Ankunftszeiten der IC-Züge aus dem Wallis abgestimmt sind. «So können Leute innerhalb von 40 Minuten von Visp aufs Schiff kommen», sagt Meiner. «Damit wollen wir gezielt Fahrgäste aus dem Oberwallis anwerben.» Wermutstropfen ist, dass zwischen dem 2.Januar und Ende März 2012 gar keine Schiffe verkehren, weil der See tief abgesenkt wird. «Das ist schweizweit einzigartig», so Meiner. Immerhin: Vom 11.Dezember bis am 2.Januar 2012 verkehrt an Sonn- und Feiertagen nicht nur ein Kursschiff um 11.40 Uhr, sondern auch ein Brunchschiff um 9.40 Uhr.maz www.bls.ch/schiff>

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