Zum Hauptinhalt springen

Sinnvolle Sanierung oder Schnapsidee?

Ausgabe vom 29.Juni «1,5 Millionen für einen 450 Meter langen Radstreifen» Mein Wochenrückblick spricht klar für die geplante Hofstettenstrasse-Sanierung: •Am Sonntag wird unsere auf der Hofstettenstrasse Rad fahrende Familie von einem PW-Fahrer ungeduldig überholt, der dabei beinahe einen hupend ausweichenden PW rammt. •Am Montag informiert der Kanton die Anwohner über die Sanierung der Hofstettenstrasse von Bächimatt bis Hünibach, welche dank neuen Radstreifen und Inseln die letztes Jahr zahlreichen Unfälle mit Radfahrern vermindern und die Sicherheit der Fussgänger erhöhen wird. •Am Dienstag ruft der Thuner Gemeinderat wegen chronisch zu hoher Ozonwerte per Communiqué dazu auf, so oft wie möglich Velo zu fahren. •Am Mittwoch lesen wir augenreibend im TT, dass einzelne Anwohner immer noch am Nutzen der Sanierung zweifeln, wobei ausgerechnet «vergoldete Radstreifen» als Haar in der Suppe zelebriert werden. Diese Sicht erscheint verkürzt, werden doch Hauptnutzen und auch Hauptkosten der Sanierung dem motorisierten Verkehr wie auch neuen Werkleitungen gewidmet sein. Die immer höhere Belastung der engen Fahrbahnen durch die prosperierenden Gemeinden am rechten Seeufer ruft nach Verstärkung von Tragschicht und Belag. Die Rückversetzung der Mauer wird dem PW-Verkehr das Kreuzen mit STI-Bussen und das Überholen von Radfahrern bei Gegenverkehr erleichtern. Leider fehlt im TT-Bericht die Angabe, welche Kosten durch einen Mauerersatz statt -wiederaufbau noch eingespart werden könnten. Zu hohe Rückversetzungskosten dürfen vielleicht einer Ballenberg-Denkmalpflege, aber sicher nicht den Radfahrern aufgerechnet werden. Denn Radfahrer haben am Wochenende keine Alternative zur von Jahr zu Jahr gefährlicheren Hofstetten- beziehungsweise Staatsstrasse – es sei denn, sie motorisieren sich, belasten die Luft und dominieren schwächere VerkehrsteilnehmerDavid KüllingStadtrat EDU, HünibachGenerelles Sperrfeuer bringt nichts Als kurzfristig einfache Lösung wurde vor circa 20 Jahren der Aarequai – aufgrund meiner Motion im Stadtrat – für Velofahrende zu genau deklarierten Zeiten geöffnet, um vor allem Kinder auf ihrem Schulweg vor Unfällen auf der Hofstettenstrasse zu bewahren. Dieses Ziel wurde, soweit mir bekannt, erreicht. Aber eigentlich gehört das Fahrrad auch hier auf die Strasse, wie alle andern Verkehrsmittel! Und offenbar gab es leider in letzter Zeit mehrere Unfälle mit Velofahrenden – Massnahmen sind längst überfällig. In den Aushandlungen zur Gesamtverkehrsstudie 2003 herrschte klarer Konsens, dass für die Lösung der Verkehrsprobleme in Zukunft der ÖV genau so berücksichtigt werden muss wie der Langsamverkehr und der MiV. Jetzt geht es um die praktische Umsetzung eines dieser Teilprojekte. Möglicherweise kann wegen der engen Raumverhältnisse nicht ein Maximum für die Velofahrenden herausgeholt werden. Aber ein Optimum muss es werden, das mehr Sicherheit für den Langsamverkehr bringt. Und dafür wird man sich zu gegebener Zeit mit Eingaben und Gesprächen einsetzen können. Ein generelles Sperrfeuer dagegen bringt aber gar nichts. Elisabeth BregullaAlt-Stadt- und GrossrätinGrüne, Thun Ein Aprilscherz im Juli? Ich frage mich allen Ernstes, ob diejenigen, welche eine solche Schnapsidee geboren haben, einen Hitzeschlag erlitten haben. Herr Drenkelforth hat das deutlich geschrieben: «Luxus pur!» Wann hört die Abholzerei in und um Thun eigentlich auf? Es glaubt doch niemand allen Ernstes, die Velofahrer würden die Hofstettenstrasse benutzen, wenn ihnen eine so tolle Alternative der Aare entlang zur Verfügung steht! Was ich übrigens gut verstehen kann. Ich würde mich auch nicht dem Autoverkehr aussetzen. Setzt doch die Millionen endlich zur Sanierung und Belebung des total nutzlosen Platzes hinter dem Vennerturm ein. Man bekommt allmählich den Eindruck, all die «Projekte» schwimmen an der Realität vorbei. Einschliesslich der umstrittene Uferweg in die Schadau. Wäre interessant zu wissen, was für wen dabei rausschaut, wenn der Uferweg wider jede Vernunft gebaut wird. Lernt bitte begreifen, dass ihr bei all solchen fragwürdigen Projekten unsere Steuergelder verpufft! Yvonne AlbisserSteffisburg>

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch