Zum Hauptinhalt springen

Sieger Jenne kam als Erster aus dem Nebel

Der Deutsche Markus Jenne wiederholte seinen Vorjahressieg am Stockhorn-Halbmarathon. Schnellste Frau war Anna Lupton (GB). Beste Oberländer

Der Stockhorn-Halbmarathon, wegen der malerischen Streckenführung durchs untere Simmental bei den Bergläuferinnen und Bergläufern besonders beliebt, lockte wieder über 400 Teilnehmer an. Bei welchem andern Berglauf wird verteilt auf einer Distanz von 21,1 Kilometern zweimal mit einem Totalhöhenunterschied von 371 Höhenmetern runtergelaufen. Der steile Aufstieg zum Ziel auf der Terrasse der Stockhorn-Bergstation fordert «den Berggeissen der Laufszene» dann noch einmal alles ab. Dichter Nebel Der «Stögu», wie die Thuner Westämtler und die Erlenbacher ihren markanten Hausberg liebevoll nennen, präsentierte sich bei der 7.Auflage im dichten Nebel. Als Erster tauchte der Deutsche Markus Jenne aus dem Nebel auf. Jenne hatte den Stockhorn-Halbmarathon bereits im Vorjahr gewonnen. Wegen der abwechslungsreichen Streckenführung liebt auch der 34-jährige Schallstädter dieses Rennen über alles. Der «schnellste Buschauffeur von Deutschland», wie man Jenne wegen seiner Erfolge als Bergspezialist nennt, fand sich im Nieselregen und auf den durchnässten Bergpfaden sehr gut zurecht. Wie bereits beim Vogellisi-Berglauf kam Hansruedi Mathys aus Büetigen lockeren Schrittes wieder als Zweiter im Ziel an. Damit war Mathys wie bereits vor Wochenfrist wieder sowohl schnellster Schweizer wie auch schnellster Berner. «So einen langen letzten Kilometer habe ich noch nie erlebt!» Dabei habe er doch gewusst, dass es bei diesem Lauf je länger desto steiler wird, seufzte der 27-jährige Seeländer. Vor dem 17.Kilometer war der Tal- und Bergsprintsieger noch vor Jenne an der Spitze gelegen. Hürzeler bester Oberländer Hinter dem Londoner Tim Short und dem Büetiger Christian Mathys konnte sich der Steffisburger Samuel Hürzeler auf dem ausgezeichneten fünften Platz behaupten. Hürzeler liess beim Berner Oberländer Gigathlon im Einzelwettbewerb mit einem grossartigen dritten Rang aufhorchen. Paradedisziplin sei zwar das Laufen, aber er stufe sich immer mehr als konstant und ausgeglichen ein, verriet der 26-jährige Sportlehrer. Hürzeler, der den Triathleten Adrian Haller trainiert, peilt beim Inferno-Triathlon vom 21.August einen Top-Five-Platz an. Schnellste Frau aus England Als erste Frau kam die Engländerin Anna Lupton auf dem «Stögu» an. «Ich lag bis zum See noch an zweiter Stelle. Im steilen Schlussaufstieg konnte ich dann allerdings die Führung übernehmen», sagte die in Manchester wohnende Bergspezialistin. Auf die Frage, ob sie sich als Engländerin den Nebel eher gewohnt sei, antwortete Anna Lupton lachend, sie wäre lieber bei Sonnenschein und prachtvoller Bergkulisse gelaufen. Schnellste Oberländerin Beste Schweizerin wurde Vorjahressiegerin Tanja Amiet, welche Zweite wurde. Die Ehre, schnellste Oberländerin zu sein, fiel der neuntklassierten Monika Knöri aus Boltigen zu. «Ich war jetzt zum siebten Mal dabei und habe es trotz des schlechten Wetters so richtig genossen», kommt die 41-jährige Mutter und Hausfrau ins Schwärmen. Der Obersimmentalerin haben es besonders die Trychlergruppen angetan, welche die Teilnehmerinnen und Teilnehmer angefeuert haben. Schnellste Nachwuchsläufer waren die einheimischen BOSV-Kader-Skilangläufer David und Jonas Gafner. Der frühere Rad-Eliteamateur Markus Heimberg aus Oberwil, mittlerweile ein begeisterter Ausdauersport-Allrounder geworden, hat schon sechsmal an seinem Heim-Halbmarathon teilgenommen. Peter Russenberger Alle Resultate unter www.stockhorn-halbmarathon2010.ch.>

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch