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Sie stehen seit 20 Jahren quer in der Musiklandschaft

thunDa ist doppeltes Feiern angesagt: Das Mokka ist 25 Jahre alt, die Aeronauten haben 20 Lenze auf dem Buckel. Morgen spielt die Band um Olifr M.Guz im Thuner Kultlokal. Das kann heiter werden, wie Guz’ Aussagen im Interview beweisen.

«Die Aeronautik ist die Wissenschaft vom Fliegen im lufterfüllten Raum», belehrt uns die Onlineenzyklopädie Wikipedia. Enthalten seien darin Theorie und Konstruktion von Ballons, Luftschiffen, Flugzeugen und Raketen. Die Aeronauten hingegen sind trotz ihres Bandnamens weder Luftibusse noch aufgeblasene Kerle. Und zu behaupten, die Karriere der munteren Truppe aus Schaffhausen und Zürich sei raketenmässig abgegangen, wäre auch eine leichte Verzerrung der Tatsachen. Vielmehr haben sich die Aeronauten in 20 Jahren mit acht Studioalben und über 1000 Konzerten zur absoluten Kultband gemausert. Zum 20-Jahr-Bandjubiläum wurden die Fans gleich mit einem Doppelalbum namens «Too Big to Fail» beschenkt (wir berichteten). Und weil das Café Mokka in der laufenden Konzertsaison sein 25-jähriges Bestehen feiert, gibt es morgen Freitag gleich doppelten Grund, die Korken knallen zu lassen, wenn die Aeronauten im Thuner Kultlokal aufkreuzen. «Uns bringt nichts zu Fall» Vor dem Auftritt in der Kyburgstadt spricht Aeronauten-Frontmann Olifr M.Guz über seine ersten Erinnerungen ans Mokka: «Der schrullige Typ in seiner Wohnung. Die Wohnung hiess Mokka. Abends kamen Leute, die sich zu benehmen wussten. Das ganze war eher eine Hausparty.» seinen denkwürdigsten Mokka-Moment: «Ich hatte Pilze genommen und spielte die meiste Zeit auf einem Sofa stehend oder liegend. Meine Musik war ziemlich gut, meine Texte genial. Dank meiner leuchtenden Überzeugung glaubte das Publikum das irgendwann auch.» seine Wünsche an «Mr.Mokka» Pädu Anliker für die nächsten 25 Jahre: «Gesundheit!» den Titel der neuen CD «Too Big to Fail»: «Das sollte im Zusammenhang mit einem Unikum wie den Aeronauten eigentlich selbsterklärend sein. Wir liegen schon so lang quer in der Musiklandschaft, dass uns nichts mehr zu Fall bringen wird.» die Gründe, warum die Aeronauten soeben eine Doppel-CD mit einem «normalen» Album und einer Art Filmmusikplatte veröffentlicht haben: «Mit Filmmusik, komischen Sounds, knuddeligen Melodien, Dixieland und Elektronik waren wir immer schon ganz gut. Nur haben wir es niemandem gesagt. 20 Jahre sind ein guter Grund, mit der Wahrheit herauszurücken. Das Doppelalbumformat bietet genug Platz dafür. Auf einem Doppelalbum sollte man sich etwas Besonderes ausdenken. Jeder Musiker sollte irgendwann einmal eins machen.» den neuen Song «Enten» mit der Textzeile «Früher war ich einfach zu begeistern / Heute ist alles dasselbe»: «Ein Stück, das ich für äusserst lustig halte, nur leider bin ich der einzige, der dies bemerkt. Schade. In Wirklichkeit war ich früher borniert und vernagelt und bin erst neulich begeisterungsfähig geworden. Doch das wäre ein schlechterer Song geworden.» die Einschätzung der Bandkollegen auf der Aeronauten-Homepage, dass Olifr M.Guz Energie wie ein Bär habe: «Dass ich über Bärenenergie verfüge, ist ein Gerücht. In Wirklichkeit bin ich ein Bücher lesender Elefant auf einem gelben Sofa.» die Energien, die er morgen Freitag ins Mokka mitbringt: «Atomenergie mit Warp-Antrieb!» Michael GurtnerDie Aeronauten im Café Mokka an der Allmendstrasse 14 in Thun: Morgen Freitag, 3.Februar, 21 Uhr. Reservationen: Tel. 033 2227391. www.mokka.ch www.aeronauten.ch>

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