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Sie lernten Schlagen und Abtun

Im Rahmen des Thuner

Am Samstag versammelten sich auf der Thuner Allmend elf Kinder zum Schnupperkurs im Hornussen, einem Angebot des Thuner Ferienpasses. Gleich als erstes zeigte ihnen Sean Oesch, Mitglied der Thuner Junghornusser, welche Vorbereitungen am Bock, dem Abschlagpunkt, zu treffen sind. Oesch klebte den Nous mit einem Stücklein Lehm fest und schlug ihn mit dem Stecken weg. Der Abflug des 78 Gramm schweren Objekts war kaum zu sehen und die Fluglänge war erst bei der Landung richtig zu erkennen. «Gar nicht so einfach» Aktivmitglied sowie Jugend- und Sportleiter Max Portner und die Helfer Hans Zablonier, Martin Jaggi und Sean Oesch zeigten den Kindern, auf was sie beim Hornussersport zu achten haben. «Ihr müsst fest und breitbeinig dastehen, einen geraden Rücken machen und nur Arme und Hüfte bewegen», sagte Portner und ordnete an: «Zieht mit der linken Hand den Stecken über die Schulter und mit der rechten Hand wieder kräftig nach vorne.» – «Das ist gar nicht so einfach», stöhnte der zehnjährige Sven Eggimann aus Thierachern nach den ersten Versuchen. Bis am Ende des Kurses fand er die Technik doch noch interessant und freute sich über seine gelungenen Abschläge. Nachwuchs generiert Nebenan übte die zweite Gruppe mit den Schindeln die Abwehr. Aus Sicherheitsgründen wurden nur Tennisbälle geschlagen oder geworfen. Im Hintergrund beobachte der Präsident der Thuner Hornusser, Jean-Pierre Stettler, das emsige Treiben. «Für uns ist das Ferienpassangebot eine gute Möglichkeit, Schülern das Hornussen näher zu bringen. Im Moment haben wir 16 Junioren, die aus Ferienpass und Schulsport zu uns gekommen sind», sagte Stettler. Das Schöne am Hornussen sei, dass alle Altersklassen gemeinsam spielen können und dass sich dabei ein grosses Potenzial entwickle. Grosses Engagement Nach der Einführung stand ein Wettkampf auf dem Programm. Das Engagement der Kinder war dabei enorm. Mit voller Kraft schlugen sie die Bälle; auf der anderen Seite liessen sie nichts unversucht, diese mit den Schindeln herunterzuholen. Als einziges Mädchen machte Jana Aeschlimann aus Thierachern beim Ferienpassangebot mit. Sie wollte die Sportart näher kennen lernen, weil ihr Götti Hornusser ist. Obwohl sie gute Abschläge und Abwehr zeigte, «möchte ich doch lieber beim Reiten bleiben», wie sie am Ende sagte. Viel Einsatz zeigten auch die beiden jüngsten Teilnehmer, die siebenjährigen Timo Schaefer und Michael Jaggi. «Das Gefühl, dass es den Kindern Spass macht, befriedigt mich. Es muss ja nicht perfekt sein, aber ihre Begeisterungsfähigkeit zu erleben, ist auch für mich ein Erfolgserlebnis,» begründete Max Portner sein Engagement. Verena Holzer •www.hornusserthun.ch >

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