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Vater tötet Sohn: Gericht bestätigt lebenslängliche Strafe

Ein Mann, der 2008 in Pruntrut seinen sechsjährigen Sohn getötet hat, erhält eine lebenslängliche Freiheitsstrafe. Das jurassische Strafgericht hat dieses Strafmass am Donnerstag bestätigt.

Der Mann war 2010 wegen Mordes, Vergewaltigung seiner Lebenspartnerin und weiterer Delikte verurteilt worden. In der Folge hiess jedoch das Bundesgericht eine Beschwerde des Verurteilten teilweise gut: Es bemängelte dabei nicht den Schuldspruch der Vorinstanz, sondern dessen Begründung.

Denn das Gericht im Jura hatte 2010 die Tatumstände beim Mord und der Vergewaltigung zusammen beurteilt. Laut Bundesgericht kann so aber nicht geprüft werden, ob der Mord allein die lebenslängliche Strafe rechtfertigt. Das Strafgericht befand nun aber, dass auch die Umstände des Mordes allein diese Strafe rechtfertigten.

Vor Gericht Reue bekundet

Aus Sicht des Gerichts hatte der Mann aus egoistischen Motiven und mit Vorbedacht gehandelt, wie der mündlichen Urteilsbegründung zu entnehmen war. Die Höchststrafe verlangt hatte die Staatsanwaltschaft. Die Verteidigung beantragte demgegenüber eine Reduzierung der Strafe auf 20 Jahre Freiheitsentzug.

Der Mann, ein gegen 50-jähriger Portugiese, war im Morgengrauen des 20. Juni 2008 in die Wohnung seiner Partnerin eingedrungen, die sich von ihm getrennt hatte. Nachdem die Frau flüchten konnte, tötete er den Sohn mit einem Messer und versuchte dann, sich selber zu töten. Er sei in Panik geraten, sagte er später. Vor Gericht bekundete er Reue.

SDA

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