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Unfallboot vom Bielersee ist noch immer konfisziert

Elf Wochen nach dem Bootsdrama arbeitet die Polizei nach wie vor mit Hochdruck an der Voruntersuchung.

Wie geht es eigentlich weiter beim Bootsunfall? Diese Frage stellten Leserinnen und Leser in den letzten Wochen immer wieder, während die Medien vor allem mit dem Fall Kneubühl beschäftigt waren. «Man ist noch dran», sagt Daniela Sigrist, Mediensprecherin der Kantonspolizei Bern. Die Voruntersuchungen seien nach wie vor am Laufen.

Telefonnummer gewechselt

Der Hauptverdächtige der Polizei, ein 74-jähriger Seeländer Unternehmer, ist nach wie vor auf freiem Fuss und gilt so lange als unschuldig, bis ein Gerichtsurteil etwas anderes besagt. Der Mann hat inzwischen aber seine Telefonnummer gewechselt. Ansonsten lebt er sein Leben weiter wie zuvor, fährt in die Ferien und beteuert nach wie vor Bekannten gegenüber seine Unschuld.

Weil keine Haftgründe wie Flucht- oder Verdunkelungsgefahr bestehen, kann er sich aufhalten, wo er will. Nachdem die Polizei rund drei Wochen nach dem Unfall kommunizierte, einen Hauptverdächtigen im Fall zu haben, wurde der Mann an seinem Domizil am Bielersee von Medienschaffenden belagert.

Er antwortete darauf, indem er über seinen Anwalt ein Communiqué an die Presse schicken liess. In diesem sagte er, sich nicht vorstellen zu können, etwas mit dem Unfall zu tun zu haben.

Spuren oder nicht?

Daran hat sich laut seinem Berner Anwalt nichts geändert. Mehr will dieser dazu nicht sagen und verbietet, ihn zu zitieren. Das Boot des Hauptverdächtigen hatte die Polizei rund zwei Wochen nach dem tödlichen Unfall konfisziert, um es auf Spuren hin zu untersuchen. Die Behauptung des «SonntagsBlick», man habe DNA-Spuren an der Schiffsschraube gefunden, diese aber keiner Person zuordnen können, bestätigt die Kantons Polizei nicht. Laut gut informierten Quellen hat der Hauptverdächtige sein Boot bislang aber noch nicht zurückerhalten.

Schaden am Fischerboot

Der genaue Unfallhergang konnte beim tödlichen Ereignis vom 11. Juli noch nicht ermittelt werden. Inzwischen hat sich am letzten Sonntag auf dem Bielersee erneut ein Unfall ereignet.

Ein Bielersee-Kursschiff stiess mit einem Fischerboot zusammen. Der Fischer überstand die Kollision nach Aussage von Polizei und Untersuchungsrichteramt allerdings ohne einen Kratzer. Dem Fischerboot ergings schlechter; es erlitt Totalschaden. Derzeit wird der Unfallhergang in Zusammenarbeit mit der Unfalluntersuchungsstelle «Bahnen und Schiffe» untersucht.

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BZ/bjg

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