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Stadt Biel will Feldschlössli-Areal kaufen

Die Stadt Biel will einer Zürcher Firma für 6,2 Millionen Land abkaufen, damit der Kanton Bern darauf den ersten Teil des geplanten Fachhochschul-Campus Biel bauen kann. Als nächstes entscheidet der Stadtrat.

Das sogenannte Feldschlössli-Areal hinter dem Bahnhof Biel: Hier soll einst der Fachhochschul-Campus Biel gebaut werden.
Das sogenannte Feldschlössli-Areal hinter dem Bahnhof Biel: Hier soll einst der Fachhochschul-Campus Biel gebaut werden.
Bieler Tagblatt

Biels Finanzdirektorin Silvia Steidle und Stadtpräsident Erich Fehr gaben am Mittwoch an einer Medienkonferenz in Biel bekannt, die Stadt habe mit dem Unternehmen TR-Verwaltungs AG einen Preis von 6,15 Millionen Franken vereinbart. Da zu diesem Preis Grundbuch- und Notariatskosten dazukommen, hat das Stadtparlament am 25. Juni über 6,2 Millionen Franken zu befinden.

Stimmt es zu, hat das Stimmvolk das letzte Wort. Als Abstimmungstermin ist der 28. September dieses Jahres vorgesehen.

Feldschlössli-Areal heisst das Gelände laut dem Bieler Vizestadtschreiber Julien Steiner, weil der Rheinfelder Feldschlösschen-Konzern vor einigen Jahren dort Bier braute. Feldschlösschen hatte den Betrieb von der Brauerei Seeland übernommen und stellte ihn später ein, wie Steiner auf Anfrage sagte.

War bereits Abstimmungsgeschäft

Die Bieler Stimmberechtigten haben sich bereits einmal mit dem Feldschlössli-Areal beschäftigt: Im November des letzten Jahres genehmigten sie eine Teiländerung der baurechtlichen Grundordnung der Stadt Biel für dieses Gelände ganz klar. Es gehört nun zu einer Zone für öffentliche Nutzungen.

Im November 2013 schlossen Einwohnergemeinde Biel und Kanton Bern eine Grundsatzvereinbarung mit Blick auf den geplanten Bau des Campus Biel. In dieser Vereinbarung wurde festgehalten, dass die Stadt Biel dem Kanton Bern für den Bau des Campus das Land im Baurecht abgeben will.

Dies für den Preis von 6,2 Millionen Franken. Somit handelt es sich für die Stadt Biel um ein Null-Summen-Geschäft.

Das Feldschlössli-Areal ist keine Altlasten-Verdachtsfläche. Falls während des Abbruchs der bestehenden Gebäude dennoch Sonderabfälle zum Vorschein kämen, müsste die TR-Verwaltungs AG die Mehrkosten übernehmen. Das geht aus dem am Mittwoch veröffentlichten Bericht des Gemeinderats an den Stadtrat hervor.

Enteignungen möglich

Damit der Campus Biel/Bienne gebaut werden kann, muss die Stadt Biel weitere Parzellen erwerben. Falls die Stadt mit diesen Privatpersonen bis zum Baubeginn keine gütliche Lösung findet, sind laut dem Bericht auch Enteignungen möglich. Die Stadt würde dafür übergeordnetes Interesse geltend machen.

SDA/tan

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