Zum Hauptinhalt springen

Stadt Biel schreibt grossen Verlust

Nach elf positiven Jahresabschlüssen ist die Stadt Biel in tiefrote Zahlen abgerutscht: Die Rechnung 2010 weist ein Defizit von 15,6 Millionen Franken aus.

Das Minus ist gross, aber kleiner als budgetiert.
Das Minus ist gross, aber kleiner als budgetiert.
Keystone

Budgetiert war ein Minus von 21,2 Millionen Die Verbesserung kommt durch die Auflösung von Reserven zustande. Der Fehlbetrag wird aus dem Eigenkapital gedeckt.

Der Aufwand betrug 349,8 Millionen Franken, der Ertrag 334,2 Millionen Die tiefroten Zahlen sind der verzögerten Auswirkung der Wirtschaftskrise zuzuschreiben, wie Stadtpräsident und Finanzdirektor Erich Fehr am Dienstag an einer Medienkonferenz erklärte.

Stärkerer Rückgang des Steuerertrags

Der erwartete Rückgang des Steuerertrags war mit 13 Millionen Franken veranschlagt worden, doch fiel er um 6 Millionen höher aus. Allein die Steuern der juristischen Personen fielen von 27,3 Millionen im Vorjahr auf 13,1 Millionen, wie Steuerverwalter Urs Stauffer darlegte.

Daher greift die Stadt Biel in die mit einer ausserordentlichen Steuereinnahme geschaffene Spezialfinanzierung zum Ausgleich von Steuerausfällen: 3 Millionen sollen entnommen werden, um das Defizit zu senken. Das ist der höchste noch in der Kompetenz des Stadtparlaments liegende Betrag.

Der budgetierte Bussenertrag wurde, wie in den Vorjahren, verpasst, diesmal um 1,25 Millionen Hingegen konnten bei den Abschreibungen 3,1 Millionen gespart werden und bei den Passivzinsen 1,5 Millionen

Eine wegen dem Rechtsstreit um die Stromgebühren angelegte Rückstellung von 3 Millionen konnte aufgelöst werden, da die Stadt Biel obsiegte. 1,8 Millionen hat die Stadtverwaltung beim Sachaufwand gespart. Und ein um 1,4 Millionen besseres Ergebnis erzielten die Kitas, Tagesschulen und Heime.

Die Nettoinvestitionen von rund 37 Millionen lagen nahe am Rekordwert des Vorjahres. Für die kommenden Jahre seien nur noch 21 Millionen verkraftbar, sagte Fehr. Der Gemeinderat habe sich kürzlich auf dieses Ziel geeinigt.

Beunruhigende Aussichten

Das Rechnungsergebnis ist für die Zukunft beunruhigend, meinte der Finanzdirektor. Der Delegierte für Finanzfragen, Franz Hostettler, ergänzte, das verbleibende Eigenkapital von 37,1 Millionen reiche nicht aus, um die zu erwartenden Defizite der nächsten Jahre zu decken: Es bestehe Handlungsbedarf.

Fehr betonte, der Gemeinderat halte an seiner Strategie fest, das Budgetdefizit 2012 auf zehn Millionen zu begrenzen und für 2013 einen ausgeglichenen Voranschlag zu präsentieren. Dies werde grosse Anstrengungen aller brauchen.

SDA/js

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch