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Sorge um einziges zweisprachiges Gymnasium

Die Sparpläne des Kantons Bern im Bildungswesen machen den Bieler Stadtbehörden Sorgen. Sie fürchten um das einzige zweisprachige Gymnasium des Kantons, das Bieler Alpengymnasium.

In einem Brief an die Kantonsregierung zeigen sich die Bieler Behörden bereit, die Organisation der Gymnasien zu überdenken. Doch die vom Regierungsrat vorgeschlagene Aufhebung des Alpengymnasiums und dessen rasche Integration in die beiden anderen Gymnasien hält die Bieler Stadtregierung für fragwürdig.

Durch eine überstürzte Auflösung gingen jahrelang erarbeitete Qualitäten verloren, schreiben die Stadtbehörden in einer Mitteilung vom Donnerstag.

Sie haben denn auch einen anderen Vorschlag zur Hand: Eine Gesamtleitung für die Bieler Gymnasien. Diese umfassen drei Teilschulen, eine deutsch-, eine französisch- und eine zweisprachige. Dies sei möglicherweise die bessere Lösung als die Aufhebung des Alpengymnasiums.

Grosse Lücke im Angebot

Das Sparpaket des Kantons sieht in Biel auch die Aufhebung der Handelsmittelschule ohne Berufsmatur für beide Sprachen vor. Auch dagegen wehrt sich die Stadt. Jugendliche würden vermehrt auf Zwischenlösungen wie das zehnte Schuljahr ausweichen.

Zudem würde der Wegfall eine grosse Lücke in das Angebot des Sport-Kultur-Studiums reissen. Dieses Studium bietet jungen Talenten die Möglichkeit Spitzensport, Musik oder Tanz mit schulischer Ausbildung zu verbinden.

Interessengruppen wehren sich

Der Kanton Bern muss in nächster Zeit rund 400 Millionen Franken pro Jahr sparen, um ein strukturelles Defizit zu beseitigen. Die Regierung präsentierte im Sommer ein Paket mit zahlreichen, zum Teil sehr schmerzlichen Sparmassnahmen.

Gespart werden soll nicht nur im Bildungswesen, sondern beispielsweise auch bei Behinderteneinrichtungen, der Spitex, beim Strassenbau oder der Polizei.

Seit die Grundzüge des Sparpakets klar sind, wehren sich überall Interessengruppen, Parteien und Organisationen für den Erhalt der vom Sparpaket bedrohten Einrichtungen und Leistungen.

In Thun beispielsweise gibt die Schliessung des Standorts des Berner Bildungszentrums Pflege zu reden.

SDA/cla

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