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Schläger und Vandalen: Stolzes Bauerndorf kommt in Verruf

Kaum ein Monat ohne Schlägerei: Ist aus dem Bundesratsdorf Schüpfen ein Vandalennest geworden? Dorfchronist Erwin Daepp zeigt die Entwicklung der Gemeinde zwischen Biel und Bern, ihre Schwachstellen und ihr historisches Herzstück.

Dorfhistoriker Erwin Daepp an seinem Lieblingsplatz: Auf dem Mühlihubel geniesst er die Aussicht auf Schüpfen.
Dorfhistoriker Erwin Daepp an seinem Lieblingsplatz: Auf dem Mühlihubel geniesst er die Aussicht auf Schüpfen.
Beat Mathys
Das Senatorenhaus ist eines der architektonischen Prunkstücke von Schüpfen. Der Bau stammt aus dem Jahr 1792.
Das Senatorenhaus ist eines der architektonischen Prunkstücke von Schüpfen. Der Bau stammt aus dem Jahr 1792.
Beat Mathys
Restaurant Löwen: Im Januar schlug Schüpfener Igor L. den Wirt spitalreif.
Restaurant Löwen: Im Januar schlug Schüpfener Igor L. den Wirt spitalreif.
Beat Mathys
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Verprügelte Wirte und Gemeinderäte, abgebrannte Velos, demolierte Autos, versprayte Schulhäuser: Die Gemeinde Schüpfen schafft es mit seinen übermütigen Jugendlichen fast monatlich in die Schlagzeilen. Das Bundesratsdorf scheint seinen alten Glanz an düstere Gestalten verloren zu haben.

Aus Schüpfen stammen gestandene Männer. Geistliche und Grafen, die ums Jahr 1500 Besitzer grosser Teile des Gemeindegebiets wurden. Ein paar Hundert Jahre später dann machten die drei Bundesräte von sich reden, die es aus dem Seeländer Bauerndorf ins grosse Bern schafften: Jakob Stämpfli (1820 bis 1879), Karl Schenk (1823 bis 1895) und Rudolf Minger (1881 bis 1955). Insbesondere Minger, der Bauernpartei-Gründer und Freund von General Guisan, macht das Dorf noch heute stolz. Das weiss keiner besser als Erwin Daepp, ehemaliger Lehrer und passionierter Dorfhistoriker: «Die Schüpfener waren stolze, selbstbewusste Menschen.»

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