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Neue Klimaanlage sorgt für hitzige Diskussion

Trotz einem Rückweisungsantrag bekommt der Büroturm des Bieler Kongresshauses eine neue Klimaanlage. Dafür hat das Stadtparlament am Donnerstagabend 760'000 Franken bewilligt. Weiter übertrug es das Museum Schwab an das geplante Neue Museum Biel.

Die Fraktion Bieler Volkspartei Plus (BVP ) beantragte die Rückweisung der Vorlage für den Ersatz der Kälteerzeugung im Kongresshaus-Hochhaus. Der vom Bieler Stadtparlament befürwortete Ausstieg aus der Atomenergie sei illusorisch, wenn weiter so Energie verschwendet werde.

Wichtiger sei eine Strategie, wie die Stadt Biel solche energieineffiziente Gebäude sanieren wolle, sagte der BVP -Sprecher. Im vorliegenden Fall seien eine Isolation innen oder aussen sowie Solarpanele an der südlichen Glasfassade zu prüfen. Falls keine Sanierung möglich sei, müsse das Hochhaus halt gesprengt werden.

Der Fraktionssprecher des bürgerlichen Forums entgegnete, sprengen könne man ein als schützenswert eingestuftes Gebäude ja wohl kaum. Und für eine Sanierung der Fassade fehle der Stadt das Geld.

Provisorische Lösung

Andere Sprecher betonten, die im Sommer überhitzten Büroräume müssten gekühlt werden, damit dort überhaupt gearbeitet werden könne. Immerhin resultiere dank der Wärmerückgewinnung der neuen Anlage gegenüber heute eine Einsparung von 20 bis 30 Prozent.

Nach 20 Jahren Betrieb hatte die alte Kältemaschine im Frühling 2011 ihren Dienst versagt und konnte nicht mehr repariert werden. Im Sommer sorgte eine mobile Anlage für provisorische Abhilfe.

Der Rat lehnte den Rückweisungsantrag mit grossem Mehr ab und genehmigte den Verpflichtungskredit. Fast einstimmig bewilligte er dann 420'000 Franken für die Erneuerung der Wasseraufbereitung im Hallenbad, welches im Kongresshaus integriert ist.

Gebäudeübertragung für Museumsfusion

Einen einzigen Gegner hatte die Übertragung des Museums Schwab an die Stiftung Charles Neuhaus. Damit kann die vom Stimmvolk genehmigte Fusion mit dem benachbarten Museum Neuhaus zum Neuen Museum Biel (NMB) vollzogen werden. Das bisherige Archäologiemuseum Schwab wird neu die Wechselausstellungen des NMB beherbergen.

Das Gebäude mit einem geschätzten Verkehrswert von 2,1 Millionen Franken geht zu einem symbolischen Betrag von einem Franken an die Stiftung Charles Neuhaus, die es weder zweckentfremden noch verkaufen darf. Für die Nutzung des Grundstücks hat sie der Stadt Biel einen jährlichen Baurechtszins von 75'000 Franken zu bezahlen.

SDA/mau

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