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Nach Tod ihres Sohnes: Mutter kritisiert Behörden

Nach dem tödlichen Unfall in Grossaffoltern wirft eine Mutter den Behörden vor, dass sie auf einen Schulbus verzichtet haben.

Im Vorfeld der neuen Schulorganisation von 2008 hat ein Elternkomitee aus Ammerzwil einen Schulbus auch für Schüler der 3. und 4.Klasse gefordert, wie eine Mutter auf Nachfrage erzählt. «Wir führten damals eine grosse Auseinandersetzung mit der Schulbehörde und der Gemeinde», sagt die Mutter eines Mädchens, das mit dem verstorbenen Schüler in dieselbe Klasse ging.

Vorwiegend aus finanziellen, aber auch aus «politisch-strategischen Gründen» sei die Forderung jedoch nicht erfüllt worden, wie die Frau sagt. «Es fand eher eine Macht- statt eine Sachdiskussion um den geforderten Schulbus statt.»

Kinder «überfordert»

Das Elternkomitee war damals wie heute der Auffassung, die Kinder aus der 3. und 4.Klasse seien im Verkehr überfordert und könnten den Schulweg von Ammerzwil nach Grossaffoltern mit dem Fahrrad nicht meistern. Am Montag hat das Elternkomitee auf die tragischste aller Möglichkeiten Recht bekommen. Als Folge davon chauffiert die Mutter ihre beiden Kinder im Moment in die Schule. «Es ist für die Kinder psychisch zu schwierig, an der Unfallstelle vorbeizufahren», erklärt die Frau.

«Trauer im Vordergrund»

Elisabeth Ryser, Gemeindepräsidentin von Grossaffoltern, will sich derzeit nicht rechtfertigen: «Die Trauer um das Kind steht jetzt im Vordergrund», sagt sie. Sie könne sich aber vorstellen, in nächster Zeit nochmals auf das Thema zurückzukommen und mit den Betroffenen zu diskutieren. Ryser hält jedoch fest, dass im Vorfeld der Reform der Schulorganisation Infoabende durchgeführt worden sind. Dort sei auch darüber abgestimmt worden.

Niklaus Marti, Präsident der Kindergarten- und Schulkommission, bestätigt die Aussagen Rysers: «In einer Konsultativabstimmung an einem Infoabend im Vorfeld war eine ganz grosse Mehrheit für die Umsetzung der neuen Schulorganisation.»

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