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Leitungsausschuss spricht sich für Vollanschluss Biel-Zentrum aus

Der umstrittene Westast zur A5-Umfahrung im Raum Biel soll mit einem Vollanschluss in Biel-Zentrum und dem Porttunnel realisiert werden: Für diese Variante hat sich die regionale Arbeitsgruppe um Hans Stöckli ausgesprochen.

Video: Telebärn

Der Stadtpräsident Biels sprach am Donnerstag vor den Medien von einer «historischen Einigung». Der Leitungsausschuss der regionalen Arbeitsgruppe, welcher auch Vertreter der umliegenden Gemeinden angehörten, habe sich einstimmig für die sogenannte Variante 2 ausgesprochen, sagte Stöckli.

Die Arbeitsgruppe unter seiner Leitung hatte vor knapp anderthalb Jahren den Auftrag erhalten, bis Ende Juni die von der Region favorisierte Lösung für den geplanten Westast zu eruieren. Zur Debatte standen vier Varianten.

Die nun nach rund 40 Sitzungen gewählte Stossrichtung sieht einen Vollanschluss in Biel-Zentrum und einen Halbanschluss in der Seevorstadt vor. Das rechte Bielerseeufer würde über den Porttunnel im Brüggmoos angeschlossen.

An Bedingungen geknüpft

Für die weitere Bearbeitung dieser Variante hat die regionale Arbeitsgruppe verschiedene Forderungen formuliert. So etwa die Ausarbeitung eines interkommunalen Richtplans für Biel und Nidau. Damit sollen nachteilige Auswirkungen des Nationalstrassenbaus aufgefangen werden.

Zu klären seien zudem verschiedene offene Fragen, sagte der Bieler Gemeinderat Hubert Klopfenstein. Dabei gehe es unter anderem um die Ausgestaltung der Tunnelportale in Ipsach und Port, einzelne Aspekte der Linienführung oder städtebauliche Vorgaben bei den Anschlüssen.

Das gelte auch für die Frage eines Vollanschlusses in Orpund, den der Leitungsausschuss unterstütze, sagte Klopfenstein. Hier brauche es weitere Beurteilungen und Untersuchungen.

Städteräumliche Eingriffe

Selbstverständlich seien die städteräumlichen Eingriffe bei der bevorzugten Variante nicht zu unterschätzen, sagte Stöckli weiter. Er hob jedoch die Vorteile der Verkehrsentlastung dank dem Vollanschluss in Biel-Zentrum und der Anbindung des rechten Bielerseeufers über den Porttunnel hervor.

Die erste Westast-Variante mit dem Anschluss Biel-Zentrum und dem Zubringer Nidau, die dem generellen und vom Bund genehmigten Projekt entsprach, wurde von der regionalen Arbeitsgruppe bald verworfen. Die stadträumlichen Eingriffe wären hier zu gross gewesen, wie verschiedene Vertreter am Donnerstag sagten.

Bei der dritten Variante, die keinen Anschluss in Biel-Zentrum vorsah, wären die massiven Eingriffe in der Seevorstadt nicht vertretbar gewesen, wie der Bieler Gemeinderat Klopfenstein erklärte.

Gegen Moratorium

Eine klare Absage erteilten die Vertreter der Gemeinden der vierten Stossrichtung, auch «Variante Null» genannt, die ein Verzicht des Westastes vorsah. Diese Variante würde keine massgeblichen Verbesserungen beim Verkehrsaufkommen bringen, betonten sie. An diesem unbefriedigenden Zustand würde auch der weitgehend unbestrittene Ostast nichts ändern, der 2016 in Betrieb genommen werden sollte.

Laut Angaben Stöcklis könnte der Westast möglicherweise im Jahr 2026 in Betrieb genommen werden. Als nächstes braucht es nun eine Neuauflage des Projekts. Er rechne jedoch nicht mit vielen Einsprachen, da die Resonanz im Vernehmlassungsverfahren mehrheitlich positiv gewesen sei.

Die bernische Bau-, Verkehrs- und Energiedirektorin Barbara Egger- Jenzer äusserte sich in einer Mitteilung erfreut über das Resultat der regionalen Arbeitsgruppe. Ende August werde die Behördendelegation über die weiteren Schritte entscheiden.

SDA/vh

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