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Jugendheim verfügt über geschlossene Abteilung

Das Jugendheim Prêles verfügt über eine neue Abteilung mit acht Plätzen für den geschlossenen Massnahmenvollzug. Eine zweite solche Abteilung soll im nächsten Frühjahr eröffnet werden.

Das Jugendheim wird seit zwei Jahren ausgebaut.
Das Jugendheim wird seit zwei Jahren ausgebaut.
Iris Andermatt

Etwa in einem Jahr werde eine rund dreijährige Um- und Neubauphase im Jugendheim beendet sein, teilt der Kanton mit. Für rund 35 Millionen Franken ist das Jugendheim baulich auf den neuesten Stand für einen modernen Massnahmenvollzug von Jugendlichen gebracht worden.

Plätze für den geschlossenen Massnahmenvollzug von Jugendlichen würden in der Schweiz fehlen. Im Rahmen von umfangreichen Um- und Neubauarbeiten sind im Jugendheim Prêles nun 16 solche Plätze eingerichtet worden. «Da machen wir den schweizerischen Jugendgerichten ein Angebot, auf das sie für den Vollzug von sehr schwierigen Jugendlichen lange Zeit gewartet haben», sagte Laszlo Polgar, Direktor des Jugendheimes Prêles, am Dienstag an einer Medienorientierung.

Stellen schwierig zu besetzen

Die erste Abteilung mit acht Plätzen konnte nun in Betrieb genommen werden. Sie dient der Aufnahme von Jugendlichen, die bereits im Massnahmenvollzug sind, jedoch wegen Delikten, einer Entweichung oder Überforderung im offenen Vollzug in ein strengeres Regime zurückversetzt werden müssen. Ziel dieser Massnahme sei es, die Sicherheit für alle zu gewährleisten, den Jugendlichen zu stabilisieren und schliesslich wieder auf einen offenen Vollzug vorzubereiten.

Im nächsten Frühjahr ist die Eröffnung einer zweiten entsprechenden Abteilung vorgesehen. Sie diene der Erstaufnahme von Jugendlichen, die auf Grund eines psychiatrischen Gutachtens, der Risikoerfassung, der Fluchtgefahr oder der Fremd- und Selbstgefährdung vorerst in einem geschlossenen Rahmen betreut werden müssen. Diese Abteilung ermögliche die Einweisung in den Massnahmenvollzug, statt in eine psychiatrische Klinik oder in ein Gefängnis.

Die Betreuung dieser Jugendlichen stellt an das Personal grosse Herausforderungen. Daher ist laut Laszlo Polgar die Besetzung der Stellen auch schwierig. Ursprünglich wollte er beide Abteilungen dieses Jahr eröffnen. Wegen der schwierigen Personalsuche kann die zweite Abteilung aber erst im nächsten Frühling in Betrieb genommen werden.

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