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Islamischer Zentralrat organisiert Grossanlass in Biel

Der Islamische Zentralrat Schweiz will am 19. Februar 2011 in Biel eine Jahreskonferenz durchführen. Erwartet werden gegen 1000 Personen, darunter auch umstrittene Prediger.

Als Redner angekündigt: Nicolas Blancho.
Als Redner angekündigt: Nicolas Blancho.
Adrian Streun

In einem Video auf seiner Homepage kündigt der Zentralrat den Grossanlass an. Wie dem Film zu entnehmen ist, steht der Anlass vor allem im Zeichen der «Identität des Islams und der Moderne».

Im Video ist auch zu sehen, wer auftreten soll: Mishary Alafasy, Imam der Grossen Zentralmoschee in Kuwait; Yusuf Estes, ein ehemaliger evangelischer Missionar aus den USA, der heute als islamischer Prediger unterwegs ist; Shefqet Krasniqi, Imam der Grossen Moschee von Pristina sowie die britische Journalistin Yvonne Ridley, die in Afghanistan in Gefangenschaft der Taliban geriet und später zum Islam konvertierte.

Umstrittener Prediger in Biel?

Ende Februar 2009 berichteten kosovarische Medien, dass Krasniqi, der prominenteste und provokativste örtliche wahhabitische Imam predigte, dass Mutter Teresa dafür verdammt ist «in der Mitte der Hölle zu schmoren». Das war ein Affront, weil die Nonne Albanern aller Religionen als Vorbild gilt.

Ebenfalls gezeigt wird Nicolas Blancho. Der Konvertit aus Biel war unter anderem in die Schlagzeilen geraten, weil er den deutschen Islamisten Pierre Vogel als Brandredner auf den Bundesplatz in Bern einladen wollte. Blancho ist Präsident des Zentralrats.

Wie die Tageszeitung «Der Bund» in ihrer Ausgabe vom Dienstag berichtet, soll die Jahreskonferenz im Bieler Kongresshaus stattfinden. Der Zentralrat als Organisator erwarte gegen 1000 Personen aus dem In- und Ausland.

Stadtpräsident wusste nichts

Der neue Bieler Stadtpräsident Erich Fehr (SP) wusste offenbar nichts vom geplanten Grossanlass. Grundsätzlich habe er nichts gegen muslimische Veranstaltungen. «Ich will aber nicht, dass in Biel ausländische Prediger auftreten, denen es an Respekt für Andersgläubige fehlt», sagte Fehr gegenüber dem «Bund».

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