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Häuser dürfen nicht wieder aufgebaut werden

Einmal zerstörte Ferienhäuser dürfen auf der St. Petersinsel nicht wieder aufgebaut werden. Dies hat das Berner Verwaltungsgericht entschieden.

Auf der St.Petersinsel dürfen keine neuen Häuser entstehen. Erlaubt ist nur der Unterhalt der bestehenden Gebäude.
Auf der St.Petersinsel dürfen keine neuen Häuser entstehen. Erlaubt ist nur der Unterhalt der bestehenden Gebäude.
zvg

Ein Ferienhaus auf der St. Petersinsel: ein Traum für viele, Realität aber nur für wenige. Deshalb ist es nicht erstaunlich, dass die Ferienhausbesitzer auf der Insel für ihre Idylle kämpfen. Darum sind sie an das Berner Verwaltungsgericht gelangt, um einen Entscheid der Justiz-, Gemeinde- und Kirchendirektion des Kantons Bern zu bekämpfen.

Im April 2010 genehmigte der Kanton zwar die von der Gemeinde beschlossene Uferschutzplanung, änderte aber den umstrittenen Artikel so ab, dass der Wiederaufbau der Ferienhäuser im Zerstörungsfall nicht mehr erlaubt ist. Bestehende Bauten und Anlagen, die rechtmässig erstellt wurden, dürften unterhalten, aber nicht ausgebaut oder erweitert werden. Der Kanton begründet diesen Entscheid mit übergeordnetem Recht, nämlich dem Moorschutz.

Die Grundeigentümer riefen in der Folge das Verwaltungsgericht an. Ihre Beschwerden wurden jedoch abgelehnt, wie aus dem gestern veröffentlichten Urteil des Verwaltungsgerichts hervorgeht. Das Wiederaufbauverbot für die Ferienhäuser verstosse nicht gegen die Eigentumsgarantie, urteilte das Gericht. Auch die Gemeindeautonomie werde nicht verletzt.

Die heute charakteristische Moorlandschaft der St.Petersinsel entstand zwischen 1868 bis 1873, als im Rahmen der ersten Juragewässerkorrektion der Seespiegel abgesenkt wurde.

BT/ed

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