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Grellgrün fliesst die Aare im Hagneckkanal

AarbergIm Hagneckkanal floss die Aare giftiggrün. Der Anblick täuschte, es war kein Chemieunfall. Im Gegenteil: Experten prüften, wie man das Trinkwasser in Katastrophenfällen schützen kann.

Ein Fluss, so grün wie Gras: Das Aarewasser trat am Dienstagabend gefärbt aus dem Auslauf des Kraftwerks.
Ein Fluss, so grün wie Gras: Das Aarewasser trat am Dienstagabend gefärbt aus dem Auslauf des Kraftwerks.
zvg

Manch einem, der am Dienstagabend die Aare im Hagneckkanal bei Aarberg sah, verschlug es im ersten Moment die Sprache. Das Wasser floss auf der ganzen Flussbreite in hellem, intensivem Grün. Ein Unfall mit Chemikalien? Eine Verschmutzung durch Farbstoffe?

Nichts von alledem. Es handelte sich um einen Markierversuch der Wasserverbund Seeland AG, welche die Region mit Trinkwasser versorgt. «Ein Teil des Wassers in den Fassungen stammt aus dem Hagneckkanal», sagt Jürg Wanner, Geologe des Büros Kellerhals&Haefeli in Bern, das den Versuch durchführt. Das gefärbte Wasser soll zeigen, wie viel aus dem Kanal in die Fassungen fliesst und wie lange es dauert, bis es dort ankommt. So können die Experten bei einer Verschmutzung der Aare die Gefahr fürs Trinkwasser besser einschätzen.

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