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Feintool steigert Umsatz und Gewinn kräftig

Der Autozulieferer und Montagetechniker Feintool hat 2013 kräftig Gas gegeben. Umsatz und Gewinn legten 2013 deutlich zu. Die Industriegruppe mit Sitz in Lyss setzte 477,4 Millionen Franken um.

Gute Neuigkeiten aus Lyss: Feintool hat die Gewinnerwartungen der Analysten übertroffen.
Gute Neuigkeiten aus Lyss: Feintool hat die Gewinnerwartungen der Analysten übertroffen.
Archiv BZ/Walter Pfäffli

Die Industriegruppe Feintool mit Sitz in Lyss hat 2013 Umsatz und Gewinn kräftig gesteigert und setzte 477,4 Millionen Franken um. Das sind 11,8 Prozent mehr als im Vorjahr, wie Feintool am Dienstag bekannt gab. Der Betriebsgewinn (Ebit) stieg um 11,3 Prozent auf 24,5 Millionen Franken.

Unter dem Strich verdiente Feintool 18,8 Millionen Franken. Das sind zwei Drittel mehr als im Vorjahr, als das Ergebnis eingeknickt war. Zum Gewinnsprung trug bei, dass Feintool wegen Einmaleffekten keine Steuern zahlen musste, sondern einen kleinen Steuerertrag einstreichen konnte. Damit hat das Unternehmen die Gewinnerwartungen der Analysten deutlich übertroffen.

Verantwortlich für den Anstieg ist das Geschäft mit Serienteilen, das von der starken weltweiten Automobilkonjunktur profitiert habe, hiess es. Der Umsatz der Sparte, die Bauteile etwa für Motoren, Automatikgetriebe, Sitzeinstellungen oder Klimaanlagen herstellt, kletterte um 21 Prozent auf 358,6 Millionen Franken. Das Plus ist zur Hälfte auf die Übernahme der deutschen Herzing Schroth im März 2012 zurückzuführen.

Auch der Gewinnanstieg ist lediglich der Serienteilesparte zu verdanken, die ihren Ebit um satte 80,4 Prozent auf 21,3 Millionen Fr. verbessern konnte. Dazu beigetragen hätten erste Resultate aus den in den Vorjahren gewonnenen neuen Aufträgen. Das gute Ergebnis habe man erreicht trotz Anlaufkosten für ein neues Werk in China, Vorlaufkosten für Produktanläufe in den USA und der Abschwächung der japanischen Währung, die eine Stange Geld kosteten.

Federn gelassen

Die beiden anderen Divisionen mussten indes Federn lassen. Die Umform- und Feinschneidesparte, die beispielsweise Pressen, Feinschneidanlagen und Werkzeuge für Industriekunden herstellt, konnte zwar den Umsatz mit 98,6 Millionen Fr. beinahe stabil halten (-0,8 Prozent). Der Betriebsgewinn tauchte aber um 11,1 Prozent auf 6,5 Millionen Franken. Zu Buche geschlagen hätten unter anderem höhere Entwicklungskosten, hiess es.

Die Sparte Automation erhielt nach dem Boomjahr 2012 zu Beginn des Geschäftsjahres kurzfristig weniger Aufträge, was sich im Umsatz niederschlug. Der Umsatz der Division, die Anlagen zur Montage kleiner und kleinster Teile etwa für die Autoindustrie oder Produzenten von elektrischen Zahnbürsten oder Rasierern herstellt, sank auch wegen des Verkauf des Werkes in Berlin um 15,5 Prozent auf 41,8 Millionen Franken.

Der Betriebsgewinn brach um beinahe die Hälfte auf 3,7 Millionen Franken ein. Dieses Ergebnis sei im Rahmen der Erwartungen, teilte Feintool mit. Das im Vorjahr durch viele positive Effekte erzielte Rekordergebnis von 7,1 Millionen Franken habe sich nicht wiederholen lassen.

Optimismus für 2014

Für das neue Jahr zeigte sich Feintool aufgrund einer weltweit stabilen Branchenkonjunktur optimistisch: «Wir gehen davon aus, dass sich die Entwicklung fortsetzen wird, die sich bereits im zweiten Halbjahr 2013 abgezeichnet hat.»

«So erwarten wir aufgrund von bereits heute erteilten Nominierungen unserer Grosskunden 2014 einen Gruppenumsatz von etwa 520 Millionen Franken», schrieb Feintool. Mittelfristig sollen es 600 Millionen Franken Umsatz werden.

(SDA)

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