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Fehr und Schwickert in Führung um Stadtpräsidium – zweiter Wahlgang nötig

Bei den Wahlen ums Bieler Stadtpräsidium kommt es am 19. Dezember zu einem zweiten Wahlgang. Erwartungsgemäss hat am Sonntag keiner der Kandidaten das absolute Mehr erzielt.

Barbara Schwickert will hoch hinaus.
Barbara Schwickert will hoch hinaus.
BT

Beim zweiten Wahlgang stehen sich die grüne Gemeinderätin Barbara Schwickert und SP-Mann Erich Fehr gegenüber. Die beiden lieferten sich am Sonntag ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Fehr erzielte 3794 Stimmen, Schwickert 3723, also nur 71 Stimmen weniger.

FDP-Gemeinderat Hubert Klopfenstein kam mit 3260 Stimmen auf den dritten Platz, vor Beat Feurer von der SVP mit 2296. Die Stimmbeteiligung betrug 44,3 Prozent.

Ausgang offen

Die Linke hat damit das Ziel erreicht, ihre zwei Kandidierenden für den zweiten Wahlgang zu qualifizieren, dessen Ausgang nun offen ist. Das bürgerliche Lager, dem unter anderem auch interne Streitigkeiten zu schaffen machten, ist es nicht gelungen, geeint aufzutreten und so einen ihrer Kandidaten durchzubringen.

Seit 32 Jahren ist das Bieler Stadtpräsidium in SP-Hand. Der abtretende Hans Stöckli war zwei Jahrzehnte lang Stadtpräsident von Biel. Bei seiner Demission hatte der Sozialdemokrat mitgeteilt, er wolle künftig etwas kürzer treten und sein Amt als Nationalrat «intensiver und tatkräftiger ausüben».

Kein Entscheid beim Gemeinderat

Die Bielerinnen und Bieler mussten am Sonntag aber nicht nur darüber abstimmen, wer das Präsidium der Stadt übernimmt. Es ging auch um die Frage, wer Stöcklis Sitz im achtköpfigen Gemeinderat der zweitgrössten Stadt im Kanton Bern erben soll.

Allerdings fiel auch hierzu noch kein Entscheid. Im ersten Anlauf erzielte der nebenamtliche SP-Gemeinderat Fehr 5716 Stimmen und damit einen deutlichen Vorsprung auf die Nächstplatzierten. Auf dem zweiten Platz liegt die nebenamtliche Gemeinderätin Silvia Steidle von den Welschfreisinnigen (PRR) mit 2974 Stimmen. Dahinter folgt SVP-Kandidat Feurer mit 2648 Stimmen.

Anders als bei der Wahl für das Stadtpräsidium, wo nur die zwei Bestplatzierten weiterkommen, dürfen alle Kandidierenden zum zweiten Wahlgang für den Gemeinderat erneut antreten. Das bürgerliche Lager könnte deshalb versuchen, nur einen ihrer Kandidaten am 19. Dezember ins Rennen zu schicken, um die Stimmen nicht ein weiteres Mal zu verzetteln.

Komplexes System

Der Bieler Gemeinderat besteht aus vier voll- und vier nebenamtlichen Mitgliedern. Ginge es nach der SP, wäre Erich Fehr, einer der vier nebenamtlichen Gemeinderäte, in stiller Wahl zum hauptamtlichen Exekutivmitglied befördert worden.

Doch daraus wurde nichts. Ein überparteiliches Komitee aus SVP und Welschfreisinnigen (PRR) sammelte etwas überraschend die nötigen 3000 Unterschriften und erzwang so einen Urnengang für das Gemeinderatsmandat.

SDA/met

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