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Explosion: Ursache ist noch unklar

Auch einen Monat nach der Explosion in einer Autowerkstätte in Aarberg ist die Ursache noch nicht bekannt. Diese zu finden, sei bei Explosionen oft schwierig, sagt die Polizei.

Herbert Rentsch
Abgesperrte Unfallstelle: Die Explosion im Heizungskeller der Autowerkstätte (hinten) forderte ein Menschenleben.
Abgesperrte Unfallstelle: Die Explosion im Heizungskeller der Autowerkstätte (hinten) forderte ein Menschenleben.
In dieser Werkstatthalle ereignete sich die Explosion. Um 8.35 Uhr wurden die Rettungskräfte alarmiert.
In dieser Werkstatthalle ereignete sich die Explosion. Um 8.35 Uhr wurden die Rettungskräfte alarmiert.
Im Karosseriebetrieb konnte eine Person nur noch tot geborgen werden.
Im Karosseriebetrieb konnte eine Person nur noch tot geborgen werden.
Laut der Polizei wurden keine weitere Personen verletzt.
Laut der Polizei wurden keine weitere Personen verletzt.
«Die Druckwelle nach der Explosion muss sehr gross gewesen sein», sagte der Einsatzleiter der Feuerwehr.
«Die Druckwelle nach der Explosion muss sehr gross gewesen sein», sagte der Einsatzleiter der Feuerwehr.
Als die Feuerwehr vor Ort ankam, fand sie eine beschädigte Fassade und zerbostete Fenster vor.
Als die Feuerwehr vor Ort ankam, fand sie eine beschädigte Fassade und zerbostete Fenster vor.
Rückansicht der Garagenhalle: Hier kam es zur verheerenden Explosion.
Rückansicht der Garagenhalle: Hier kam es zur verheerenden Explosion.
Auch die Chemie- und Ölwehr ist neben der Feuerwehr vor Ort.
Auch die Chemie- und Ölwehr ist neben der Feuerwehr vor Ort.
Das Careteam des Kantons Bern betreut die Betroffenen.
Das Careteam des Kantons Bern betreut die Betroffenen.
Nach der Explosion sei alles voller Rauch gewesen, berichtet ein Augenzeuge.
Nach der Explosion sei alles voller Rauch gewesen, berichtet ein Augenzeuge.
Doch für die Bevölkerung besteht keine Gefahr, teilte die Polizei mit.
Doch für die Bevölkerung besteht keine Gefahr, teilte die Polizei mit.
Die Rettungsarbeiten sind noch im Gang.
Die Rettungsarbeiten sind noch im Gang.
Laut Augenzeugen gab es mehrere Verletzte.
Laut Augenzeugen gab es mehrere Verletzte.
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Mehr als vier Wochen sind vergangen, seit es in einer Gewerbehalle in Aarberg zu einer Explosion kam. Ein Angestellter erlitt tödliche Verletzungen, das Gebäude wurde stark beschädigt. Über die Ursache des Unglücks ist nichts bekannt geworden. Warum dauert die Untersuchung so lange?

Laut Kantonspolizei Bern sind die Abklärungen noch im Gang. Sie seien «sehr umfangreich und komplex», erklärt Mediensprecher Andreas Hofmann. «Bei Explosionen wirken grosse Kräfte, deshalb fällt das Zerstörungsbild meist massiv aus.» Weil weniger Spuren vorhanden sind, sei es in der Regel nicht einfach, diese zu sichern. Dazu müsse untersucht werden, welche Stoffe zur Explosion geführt hätten. «Je nach Ereignis kann dies längere Zeit in Anspruch nehmen.» Bis die Ursache bekannt ist, könne es noch einige Zeit dauern, so Hofmann.

Hawaii Bar bleibt zu

Laut Schätzungen beträgt der Sachschaden mehrere Hunderttausend Franken. Von der Explosion betroffen war nur der mittlere Hallenteil, wo Servicearbeiten an Autos ausgeführt wurden. Die Arbeiten, die in der beschädigten Halle ausgeführt wurden, können beim Auto-Service weitergeführt werden, einer Garage, die ebenfalls Moser gehört und nur fünfzig Meter vom Explosionsort entfernt ist.

Im Gebäude eingemietet ist zudem die Automalerei Car Painting. Sie wurde von der Explosion nicht betroffen. Das Gleiche gilt für die Hawaii Bar im vorderen Gebäudeteil. Das Lokal, das von Mosers Freundin geführt wurde, schliesst an die Halle der Autogarage an. Doch Heizung, sanitäre Einrichtungen und Elektrizität sind mit der beschädigten Halle verbunden und funktionieren nicht mehr. «Die Bar bleibt deshalb geschlossen, bis das Gebäude wieder instand gesetzt ist», sagt Urs Moser. Ob die beschädigte Halle repariert und saniert wird oder ob gar ein Neubau nötig wird, ist laut Moser noch nicht entschieden.

Zwei Baugesuche

Im aktuellen Anzeiger ist ein Baugesuch mit Adresse Leimernweg 28 publiziert. Dieses bezieht sich aber auf die Hawaii Bar, wie Moser klarstellt. Es betrifft die Projektänderung eines Gesuchs, das schon vor Monaten eingereicht wurde. Moser will nebst der energetischen Sanierung des Restaurationsteils zusätzlich eine Gartenwirtschaft einrichten, eine Überzeitbewilligung von Montag bis Samstag bis 2 Uhr erlangen sowie die darüber liegende Wohnung als Dienstleistungsbetrieb umnutzen.

Im gleichen Anzeiger publiziert ist zudem Mosers Baugesuch für die Erweiterung des Hauptsitzes auf der andern Strassenseite. Dort soll das Ausstellungsgebäude angebaut und aufgestockt werden. Weiter sind zusätzliche Büros und zwei Wohnungen geplant. Dass die beiden Baugesuche gerade jetzt öffentlich aufliegen, sei «reiner Zufall», sagt Urs Moser. «Sie haben nichts mit dem Unglück zu tun.»

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